«Borg/McEnroe»

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geschrieben von Loris S. Musumeci · 15 November 2017 · 0 Kommentare

Mittwochs im Kino - Loris S. Musumeci

«Beim Tennis kommt es darauf an, wie man gewinnt.»

Björn Borg ist die Superstar des Tennissports. Nachdem er viermal in Folge Wimbledon gewonnen hat, strebt er nun den fünften Sieg an. Der Druck, der auf ihm lastet, ist so groß, dass der von Natur aus unbeeindruckte Tennisspieler an sich selbst zweifelt, so sehr, dass er körperlich unter Angstzuständen leidet und seinen gesamten Weg zum Champion in Frage stellt. Ihm gegenüber steht der unberechenbare, aber nicht minder talentierte John McEnroe. Die beiden Götter des kurz, Am 5. Juli 1980 trafen im Finale des prestigeträchtigen Turniers die beiden besten Spieler der Welt aufeinander.

Janus Metz Pedersen schafft es, seinen Film für alle Tennisfremden zugänglich zu machen. Zwar ist der Film eher für passionierte Tennisfans geeignet, doch wird der Sport in der Geschichte fast nur als Vorwand benutzt. Es wird hauptsächlich von der Suche zweier Männer nach Ruhm erzählt. Und die leichte, aber mit starken Sentenzen gespickte Handlung macht dies deutlich. Der Aufbau des Films mit zahlreichen Analepsen über die Jugend von Borg und McEnroe unterstreicht dies noch.

Die Einstellungen ihrerseits sind rhythmisch zum Klang des Balls, der auf Schläger und Boden aufschlägt. Die totale Untersicht auf den kurz verleiht der Inszenierung darüber hinaus eine Dimension des Eingeschlossenseins. Es ist, als wäre das Schicksal jedes einzelnen Spielers mit dem Ergebnis besiegelt. Schließlich sorgen alle genannten Elemente dafür, dass auf der Leinwand eine packende und treffende Darstellung dessen entsteht, was die entscheidende Konfrontation zwischen zwei scheinbar gegensätzlichen Männern war.

«Versprich mir, dass du nie wieder eine verdammte Emotion zeigen wirst.»

Schreiben Sie dem Autor: loris.musumeci@leregardlibre.com

Bildnachweis: © zickma.de

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