Die libertäre Strömung in den USA, deren wichtigste Figur Murray Rothbard war, hat den dogmatischen Anti-Etatismus verlassen und sich mit der populistischen Rechten verbündet. Diese Entwicklung wirft für die Liberalen eine zentrale Frage auf: Wie weit kann man sich verbünden, ohne sich selbst zu verleugnen?
Der Liberalismus hatte zwischen 1830 und 1835 die Gelegenheit, allein zu regieren. Sein Misstrauen gegenüber dem Staat hinderte ihn daran, dieses Experiment fortzusetzen. Seitdem musste er sich verbünden, um seinen Einfluss zu wahren. Aber mit wem?
Ende des 19. Jahrhunderts verabschiedete die Dritte Französische Republik unter der Leitung von Jules Ferry mehrere Bildungsreformen. Den Lehrern wurde eine beispiellose staatsbürgerliche und säkulare Aufgabe übertragen.
In seiner Kolumne teilt Alt-Bundesrat Pascal Couchepin eine Lektüre, die ihn beeindruckt hat. In diesem Monat erkundet er anhand von Percival Everetts «James» den Ursprung der Vereinigten Staaten.
Der Begriff Populismus ist eine moderne Erfindung. Er sagt jedoch nichts über eine Dynamik aus, deren Haupttriebfeder bereits in der Antike zu finden ist: die Kritik an den Unzulänglichkeiten des politischen Systems mit dem Ziel, dieses zu verbessern.
Der Universitätsprofessor, Autor einer kanonischen «Geschichte der Schweiz» und jüngster kommentierter Spaziergänge in seiner Reihe «Au fil de l'histoire suisse», empfängt Le Regard Libre nur wenige Schritte von den mittelalterlichen Stadtmauern Freiburgs entfernt.
Die Liberalen standen der föderalistischen Idee lange Zeit ablehnend gegenüber. Doch die Entwicklung ihres konservativen Flügels hat sie dazu veranlasst, ihre Position zu überdenken. Heute wird der Föderalismus von den Liberalen als eine Säule des schweizerischen Unternehmertums betrachtet.
Seit der Französischen Revolution war die Demokratie in ihrer repräsentativen Form oft umstritten und konnte die autoritären Bestrebungen bestimmter Denkrichtungen nie ganz auslöschen. Dennoch blieb auch die direkte Demokratie nicht von Kritik verschont.
Als Winston Churchill vor sechzig Jahren starb, wurde er einstimmig als Retter Großbritanniens gefeiert. Heute ist seine Statue das Ziel von Vandalismus. Dieser Imageverlust ist auf mehrere historiografische Wendepunkte zurückzuführen.