In seiner Kolumne teilt Alt-Bundesrat Pascal Couchepin eine Lektüre mit, die ihn beeindruckt hat. In diesem Monat kommentiert er den neuesten Roman von David Diop.
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In seiner Kolumne teilt Alt-Bundesrat Pascal Couchepin eine Lektüre mit, die ihn beeindruckt hat. In diesem Monat kommentiert er den neuesten Roman von David Diop.
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Unsere Literaturkritikerin versucht jeden Monat, ein Werk durch ein Kaleidoskop zu ziehen, um die Bilder, die es projiziert, zu sammeln und ihre Beugung wiederzugeben. Auch wenn die Blitze...
Rousseaus Schriften ebneten zwar den Weg für eine Literatur der intimen Erziehung, prägten aber auch die stereotype Vision des Hauslehrers, die die französische Literaturlandschaft bis zu Stendhal beherrschte.
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Im Zeitalter der Slogans und der flüchtigen Aufmerksamkeit setzt sich der kurze Satz durch. Er ist knallig, schlagkräftig und verkaufsfördernd. Doch es gibt Räume, die sich dagegen wehren. In den Windungen der Literatur holt die Sprache wieder Luft.
Dass ein Literaturkritiker Tonnen von Büchern verschlingt, überrascht niemanden. Doch in dieser Chronik ist derjenige, der das Objekt seiner Arbeit verschlingt, nicht er selbst, sondern ein bescheidener und unerschrockener Angestellter eines Autoschrottplatzes.
Seit Flaubert sind Liebesszenen im Auto zu einem Klassiker der französischen Literatur geworden. Die Art und Weise, wie Proust sich bei der Beschreibung von Sexualbeziehungen von diesem Verfahren inspirieren ließ, lässt den Nutzen und die Grenzen der berühmten Droschken-Szene erkennen.
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Ramuz, Rousseau und Hesse haben ein gemeinsames Interesse daran, wie der Einzelne versucht, in einer Gesellschaft zu leben, in der er sich manchmal fremd fühlt. Versuch einer Heroisierung dieser drei großen helvetischen Autoren, die die Natur als eine Quelle der Authentizität betrachten.
Jeden Monat nimmt unsere Literaturkritikerin ein Werk unter das Kaleidoskop, um die Bilder, die es projiziert, zu sammeln und ihre Beugung wiederzugeben. Dabei kann es vorkommen, dass sich Geniestreiche als Glassplitter erweisen.
Chateaubriand spricht die Jugend nicht mehr an. Die politische Wirkung seiner Schriften war im 19. Jahrhundert jedoch enorm, so dass er lange Zeit als einer der Leuchttürme einer rebellischen Jugend galt. Sein Stil, der heute abschreckend wirkt, ist nicht ganz unschuldig daran.
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Jeden Monat nimmt unsere Literaturkritikerin ein Werk unter das Kaleidoskop, um die Bilder, die es projiziert, zu sammeln und ihre Beugung wiederzugeben. Dabei kann es vorkommen, dass sich Geniestreiche als Glassplitter erweisen.

Laetitia Guinand, Journalistin




Lionel Hort, Jurist
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