«The Brio»

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geschrieben von Loris S. Musumeci · 06. Dezember 2017 · 0 Kommentare

Mittwochs im Kino - Loris S. Musumeci

«Was zählt, ist, dass man Recht hat; die Wahrheit ist einem egal.»

La banlieue parisienne, traversée par le métro. Neïla Salah (Camélia Jordana) se rend en Place du Panthéon, à l’Université Assas, pour un premier jour d’études en droit. Son retard de cinq minutes lui coûte cependant l’attention du professeur Pierre Mazard (Daniel Auteuil). Face à une assemblée ébahie, le docte orateur humilie la jeune étudiante sous des jeux de mots et des remarques pointant directement du doigt le faciès sémite de Neïla. Comme si cela ne lui suffisait pas pour s’attirer des problème, il enchaîne avec une critique moqueuse de l’islam. La haine est signée. Pierre Mazard est convoqué par le doyen de la faculté. Seule solution de rachat: préparer la proie de la rentrée au prestigieux concours d’éloquence.

Der Film von Yvan Attal dreht sich um drei Themen: die Konfrontation zwischen einem hochnäsigen bürgerlichen Reaktionär und einer Vorstadtbewohnerin mit Migrationshintergrund, die Unterwerfung unter den Blick der Gesellschaft und die Macht der Rhetorik. Was die ersten beiden Punkte angeht, werden die schärfsten Kritiker von einer Karikatur sprechen. Und sie werden Recht haben. Dennoch ist die Geschichte charmant und zeigt ein authentisches Bild der Vorstadt, in der die Faulheit der Jugendlichen aus mangelnder Wertschätzung entsteht, ebenso wie sie den Nerv des Lebens unglücklicher, reicher Männer trifft, die in Einsamkeit versinken. Einige Szenen, insbesondere gegen Ende, verfallen jedoch aufgrund des etwas naiven und oberflächlichen Spiels von Camélia Jordana in schwerfälliges Pathos.

Auch wenn sich die junge Schauspielerin erst noch beweisen muss, gilt dies nicht für Daniel Auteuil, der den Zuschauern eine großartige Darbietung bietet. Nach Verlassen des Kinosaals bleiben die Perlen im Gedächtnis, die der Schauspieler so brillant zum Leben erweckt hat. Das Brio, justement, compte certainement quelques défauts, mais c’est pourtant une œuvre touchante et agréable qui redonne à chacun le goût des lettres et de l’éloquence.

«Wenn man sich gut ausdrückt, vergisst man manchmal, wie man Dinge einfach formulieren kann.»

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Bildnachweis: © acsta.net

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