«Willkommen in Suburbicon»: Hinter dem amerikanischen Traum
Film-Mittwochs - Nicolas Jutzet
Der Film thematisiert das karikaturistische Bild, das sich jeder vom’american way of life. George Clooney gelingt es, ohne die Schwerfälligkeit, die wir manchmal von ihm kennen, die verschiedenen Merkmale des Landes in den 1950er Jahren herauszuarbeiten. Mit einer explosiven Besetzung, die Matt Damon in eine unerwartete, aber gemeisterte Rolle bringt, hat er aus Willkommen in Suburbicon ein Werk, das es jedem Zuschauer ermöglichen sollte, die einhundertfünf Minuten des Films zu genießen.
Hinter der idyllischen Darstellung eines friedlichen Amerikas, das seiner Mittelschicht die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung bietet, eröffnet das Drehbuch Einblicke in grundlegende Fragen. Insbesondere die psychische Gesundheit eines Teils der Bevölkerung, der, überwältigt von seinem Konsumdrang, bereit zu sein scheint, sich mit den Regeln und den Umgangsformen abzufinden. Die Vater-Sohn- und Mann-Frau-Beziehung mit all ihren Auslassungen und Schwächen offenbart eine ungeahnte Seite der Persönlichkeit des Regisseurs.
Die afroamerikanische Gemeinschaft und die Diskriminierung
Der Hintergrund der Geschichte – die Darstellung der Familie Mayer – erinnert jeden daran, dass die Hautfarbe auch heute noch in bestimmten Teilen der Bevölkerung ein Problem darstellt. Ob versteckt oder offen zur Schau gestellt: Diese Ablehnung richtet in einer offenen und toleranten Gesellschaft schwer zu rechtfertigenden Schäden an.
Letztendlich wird diesem gelungenen Film zugute gehalten, dass er bestimmte Probleme aufgreift, die das Land auch heute noch heimsuchen, ohne dabei in einen moralisierenden und selbstgefälligen Ton zu verfallen.
Schreiben Sie dem Autor: nicolas.jutzet@leregardlibre.com
Bildnachweis: © Cinéma Utopia
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