Autorin: Eugène Praz
Eugène Praz

EUGèNE PRAZ

«Grand Piano»: Musik, wirklich?

«Grand Piano»: Musik, wirklich?

ARTICLE LONG FORMAT, Eugène Praz | Grand Piano (2013), du réalisateur espagnol Eugenio Mira, est un film comique prenant pour prétexte la musique classique au sens large. Ne se présentant apparemment pas comme tel, mais plutôt comme un thriller psychologique exprimant une angoisse ponctuée d’humour sporadique, c’est pourtant bien ce qu’il est. Rires garantis.
Wohin geht Ostern?

Wohin geht Ostern?

LONG FORMAT ARTIKEL, Eugène Praz | Vor einigen Wochen haben viele von uns das Osterfest erlebt. Wir fragen uns oft, woher es kommt. Aber wohin geht es und was bedeutet es in der heutigen Zeit? Ein Versuch, eine Antwort aus der Perspektive des Christentums und des Judentums zu finden.
Die Angst vor der Intelligenz hält Einzug in die Universität

Die Angst vor der Intelligenz hält Einzug in die Universität

Anfang Januar 2021 protestierten Studenten der Sorbonne gegen die vor wenigen Tagen angekündigte Durchführung von Teilprüfungen «in Präsenz» in den meisten Fakultäten. Wenn man der französischen Presse glauben darf, ist die Revolte sogar taub und grollend, zumal der Studienbeginn 2020 bereits in einem Klima hoher Anspannung stattgefunden hatte, was mit der Gesundheitssituation und der Schwierigkeit, Plätze in den Hörsälen zu finden, zusammenhing. Auch wenn diese materiellen Gründe einige Studenten berechtigterweise dazu veranlassen, ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck zu bringen, hätten ganz andere, systemische Gründe sie schon viel früher dazu veranlassen müssen, sich zu erheben und zu versuchen, eine Institution zu retten, die sich am Ende ihrer Herrschaft, um nicht zu sagen am Ende des Rennens, befindet. Meine Erfahrungen an sieben verschiedenen Universitäten belegen dies.
Die Ideen von Reaktion und Fortschritt bei Jean Starobinski

Die Ideen von Reaktion und Fortschritt bei Jean Starobinski

LONG FORMAT ARTIKEL, Eugène Praz | In seinem Essay Aktion und Reaktion. Leben und Abenteuer eines Paares (1999), einem ursprünglich komponierten, aber intellektuell strengen Text, ging der Schweizer Literaturkritiker Jean Starobinski auf die Begriffe Aktion und Reaktion ein und zeigte, wie sie in der Geschichte der Ideen, der Wissenschaft, der Medizin, der Psychologie, der Literatur, der Philosophie und der Politik verwendet wurden. Das letzte Kapitel widmete er ihrem politischen Aspekt. Es ist nicht uninteressant, heute darauf zurückzukommen, denn es dient nicht nur als Illustration für Alain Badious Abrégé de métapolitique, das ein Jahr vor Starobinskis Essay erschien, sondern zeigt auch die leichte Handhabbarkeit, vor allem in der Politik, von Begriffen wie Aktion oder Fortschritt und Reaktion, und dass nichts irreführender ist als Worte von solcher Allgemeinheit. Darüber hinaus begünstigen sie eine Tendenz, jedes politische Thema in zwei Teile zu spalten, die immer nur ein paar Nuancen voneinander entfernt sind.
Werden die Vergessenen der Literatur den Roman bekommen, den sie verdienen?

Werden die Vergessenen der Literatur den Roman bekommen, den sie verdienen?

ARTICLE LONG FORMAT, Eugène Praz | La littérature contemporaine a ceci de tonique qu’elle fait se rencontrer dans ses romans des lieux, des époques, des générations, des peuples et des classes sociales, quand ce terme est encore valide, dans une plaisante variété de formes et d’intrigues. Celles-ci, parfois très fantaisistes, sont souvent délicieusement comiques; on pense par exemple aux romans, destinés avant tout à un public féminin, de la méritoirement populaire Isabel Wolff. On pourrait voir cette variété comme propre à conforter chacun dans sa place ou dans son «cheminement». Chacun? Peut-être pas. Il semblerait au contraire que si le champ des interactions humaines inattendues s’est très certainement étendu en littérature, son rayonnement interne, par l’épaisseur de ses personnages et la qualité de ses descriptions, a diminué. En conséquence, son charme sur le public a quelque peu perdu en force. Bref état des lieux de quelques lacunes graves, sans attaque personnelle – on n’en est plus là.