PMehrere europäische Staaten haben im Hinblick auf Veranstaltungen, die diesen Sommer auf dem Alten Kontinent stattfinden, beschlossen, die Grenzkontrollen zu verstärken. Es scheint jedoch notwendig zu sein, einen nachhaltigen Ansatz zur Terrorismusbekämpfung über den Sommer hinaus zu verfolgen - und über die Grenzen hinaus.... und Grenzen.
In diesem Sommer werden die Kameras auf Europa gerichtet sein. Insbesondere Deutschland und Frankreich, die nacheinander die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele ausrichten. Beide Länder haben bereits angekündigt, die Grenzkontrollen zu verschärfen, um die Sicherheit im Hinblick auf diese Ereignisse zu erhöhen.
Die Schweiz wird Mitte Juni eine Friedenskonferenz im Zusammenhang mit dem russisch-ukrainischen Krieg veranstalten. Wie das deutsch-französische Paar hat auch der Bund erklärt, die Zollkontrollen von Juni bis September zu verstärken. Als Grund für die neuen Richtlinien wird die terroristische Bedrohung im Zusammenhang mit den drei Veranstaltungen genannt. Die Entscheidung des sozialdemokratischen Bundesrats Beat Jans ist zu begrüßen und seit dem Beitritt zum Schengen-Raum im Jahr 2008 ein Novum, wie betont Die Zeit, Die Regierung hat in den letzten Jahren eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Armut zu bekämpfen, und damit einen Bruch mit der bisherigen Politik vollzogen.
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Diese Maßnahmen sollen jedoch vor allem dazu dienen, die Bevölkerung zu beruhigen und sie zur Teilnahme an Veranstaltungen zu ermutigen. Und sie offenbaren das unausgesprochene Eingeständnis, dass die Freizügigkeit in der übrigen Zeit auch für Terroristen und andere Kriminelle gilt. Der so lange gepriesene Schengen-Raum zeigt seine Grenzen auf.
Mehr als ein Beschwerde - vorübergehend - an den Grenzen ist es ein zurück - nachhaltig - an den Grenzen, die erforderlich ist. Und diese Forderung ist selbst nicht ausreichend. Frontex, die Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache, beobachtet seit mehreren Jahren einen stetigen Anstieg der illegalen Einreisen, wobei 2023 im Vergleich zu 2022 ein Anstieg um 17% zu verzeichnen war. Die vorläufigen Zahlen für 2024 bestätigen diesen Trend. Darüber hinaus waren viele der Terroristen, die ihre Taten auf europäischem Boden begingen, bereits seit mehreren Jahren in Europa ansässig. Einige sind sogar hier geboren. Beispiele hierfür sind Merah, Coulibaly, die Kouachi-Brüder, die drei Bataclan-Attentäter und der junge Afghane, der in Mannheim einen Polizisten erschoss.
Die terroristische Bedrohung geht sowohl von innen als auch von außen aus. In Wirklichkeit ist der angekündigte festliche und sportliche Sommer in Europa auch der Sommer aller Gefahren. Es bleibt zu hoffen, dass die Staaten die Grenzkontrolle und den Kampf gegen den Terrorismus zu echten langfristigen Prioritäten machen, sobald der Sommer vorbei ist.
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