Etikett: Franz Liszt
Johannes Brahms: Bär oder verletzter Mann?

Johannes Brahms: Bär oder verletzter Mann?

Brahms, der Ruf eines Misanthropen, seine Musik oft schwerfällig und zu akademisch. Der Norddeutsche Brahms mochte Frankreich nicht besonders, und französische Komponisten haben ihn immer wieder verunglimpft. Es hieß, dass sein Sauerkraut dank seiner vielen Italienreisen oft mit Ambrosia, dem Getränk der Götter, übergossen wurde. Das ist wahr... Hinter einer gewissen Schwere gibt es «göttliche» Passagen von intensiver Schönheit. Deshalb würde ich, wenn ich eine einzige Minute Musik auf eine einsame Insel mitnehmen müsste, diese bei Brahms finden. Brahms ist in Wirklichkeit ein Mann, der durch eine unglückliche Kindheit als Musiker in einem Hamburger Hafenkabarett tief verwundet wurde, aber aus dieser Wunde entspringt die erhabene Musik, die ich behalten würde. Vielleicht hilft uns diese Verletzung auch, ihn besser zu verstehen und ihm seine Linkshändigkeit zu verzeihen.
Frédéric Chopin, Waffen unter Rosen

Frédéric Chopin, Waffen unter Rosen

Chopin, eine exquisite Sensibilität, ein leidender, zerbrechlicher, depressiver Musiker... So stellen wir ihn uns gerne vor. Und doch beschrieb Robert Schumann seine Musik als unter Blumen vergrabene Kanonen. Chopin ist in Wirklichkeit ein politischer Pianist, der das freie Polen symbolisiert. Andererseits war er sehr einflussreich, weshalb er mit so vielen berühmten Künstlern befreundet war. Er war kein Bühnentier wie Liszt, sondern konnte charmant und witzig sein. Der Ausdruck «Waffen unter Rosen» trifft auch auf seine Musik zu: Die angenehme, klassische, fast rosarote Melodie wird oft von einer gewagten Harmonie begleitet, die nur ihm eigen ist und seine Kompositionen genial macht.
Ist Robert Schumann verrückt? Verrückt nach Liebe, auf jeden Fall!

Ist Robert Schumann verrückt? Verrückt nach Liebe, auf jeden Fall!

ARTICLE LONG FORMAT, Jean-David Ponci | Dans le sillage de Beethoven, nous avons abordé précédemment les trois géants du XIXe, Wagner, Liszt et Berlioz, que l’on pourrait aussi dénommer les bulldozers du romantisme. Progressistes et innovateurs à l’extrême, ils ne correspondent guère à l’idée de l’artiste romantique, méditatif et fragile. Il est temps de laisser place aux «introvertis» de l’époque qui ont été des géants d’une autre manière. Il a déjà été question de Schubert, il reste Chopin, Brahms et surtout Schumann. Encore aujourd’hui, il est difficile de savoir ce qu’il en était de la folie de Schumann et de son amour pour Clara. Face à une vie auréolée de mensonges par ses proches, il nous lègue une œuvre criante de vérité, des chefs-d’œuvre de sensibilité qui font de lui le plus passionné des romantiques, ou peut-être même le plus romantique des romantiques.
Berlioz, der unverstandene Riese

Berlioz, der unverstandene Riese

Laut Wagner waren es drei. Berlioz, Liszt und er: die drei Giganten der damaligen Zeit. Das macht einen nachdenklich. Wie kann ein so umstrittener Komponist wie Berlioz ein Riese sein? Das Einzige, was man auf den ersten Blick über ihn sagen kann, ist, dass er seine Zeitgenossen nicht gleichgültig ließ.