Etikett: Freiheit
Johan Rochel, der Strippenzieher der extremen Mitte

Johan Rochel, der Strippenzieher der extremen Mitte

Er hat mindestens dreizehn Mützen auf dem Kopf, so viele wie Sterne auf seiner Kantonsflagge. Auf der sehr kleinen Ebene der Westschweiz vertritt er eine (kleine) öffentliche Stimme. Er bietet jedem, der es hören will, seine Art, die Welt zu sehen: durch die Bewegung Appel Citoyen, die er mitbegründet hat, durch den Think Tank Foraus, den er als Vizepräsident geleitet hat, oder durch das Ethiklabor, das er noch immer mitleitet. Seine Werte packt er auch bei 19h30 aus, wenn man ihn einlädt, um über Grundfreiheiten zu sprechen, bei Le Temps, wenn er einen Fragebogen zur Nachhaltigkeit durchführt, oder auf seinem Blog, wenn er aktuelle Ereignisse analysiert und gleichzeitig seinen Forschungsgegenstand vorstellt. Und wenn man Philosoph ist, ist der «Gegenstand seiner Forschung» weit gefasst. Und verwässert.
Das Recht auf Blasphemie - ein kontraproduktives Konzept

Das Recht auf Blasphemie - ein kontraproduktives Konzept

LONG FORMAT ARTIKEL, Antoine Bernhard | Während des Massakers von «Charlie Hebdo» und des jüngsten Anschlags in Conflans-Sainte-Honorine hat ein Thema die politische und mediale Bühne, vor allem in Frankreich, erobert: das «Recht auf Blasphemie». Die Befürworter berufen sich auf dieses Recht im Namen des Laizismus und der Meinungsfreiheit, die Islamisten machen es zu einem weiteren Grund, Frankreich und den Westen zu hassen. Die Formel ist wirksam. Aber wie steht es um ihre Relevanz?
BHLs virale Wut und Traurigkeit

BHLs virale Wut und Traurigkeit

Wir sind uns alle einig. Wir marschieren alle in die gleiche Richtung. Vereint gegen das Coronavirus. Solidarität einer Menschheit, die angesichts einer angeblich beispiellosen Epidemie zittert. Wir befinden uns im Krieg gegen das Coronavirus. Wir werden mit Hilfe von Masken und Flaschen mit alkoholischem Wassergel und dank des Heldenmuts unserer Ärzte siegen. Amen! Die Welt wird nicht mehr so sein wie früher. #plusnie wieder! Hurra! Die Menschheit erhebt sich in einer beispiellosen Aufbruchstimmung. Schützen wir uns selbst, schützen wir unsere Lieben! Wir sollten uns alle die Hände reichen - äh... nein, pardon! einen Meter Abstand halten und jeglichen Körperkontakt verbieten... -, um eine Barriere gegen den großen Satan zu errichten, der vorrückt, um uns zu töten.