Mittwochs im Kino - Loris S. Musumeci
« - Das ist eine lange, komplizierte Geschichte.
- Wir haben alle Zeit der Welt».»
Die mit dunklem, dichtem Staub maskierten Gesichter sind die Gesichter der Soldaten in den Schützengräben im Jahr 1918. Müdigkeit, Angst und Elend falten sie in ihre blauen Uniformen zurück. Ein einziger kontrastierender Blick ist ebenso selbstbewusst wie zufrieden, erhoben durch den Rauch einer Zigarette: Leutnant Pradelle (Laurent Lafitte). Sein Übermut treibt ihn dazu, Männer ins Gemetzel zu schicken.
Zu ihnen gehören der junge Edouard (Nahuel Pérez Biscayart), der sich einen Spaß daraus macht, seinen Vorgesetzten heimlich auf karikaturistische Weise zu zeichnen, sowie der ältere Buchhalter Albert (Albert Dupontel), der die Zeichnungen seines Kameraden versteckt. Während eines Angriffs der Deutschen wird dieser unter der Erde eingeklemmt, panisch im Splitter einer Bombe, zusammen mit dem Kadaver eines Pferdes. Sein Kamerad rettet ihn heldenhaft, bevor er seinerseits von einer Kugel weggeschleudert wird. Sein Gesicht ist entstellt und blutverschmiert. Die Form seines Mundes wird durch das Fehlen eines Kiefers grausam überwuchert. Die beiden Freunde lassen sich von da an nicht mehr voneinander trennen.







