Mittwochs im Kino - Loris S. Musumeci
« Haben Rabbiner ein Mitspracherecht?»
Menashe sieht verloren aus. Er läuft durch seine Nachbarschaft und scheint nicht zu wissen, wohin er geht. Dennoch kommt er wie immer zu spät. Kaum im Lebensmittelgeschäft angekommen koscher wo er arbeitet, bekommt er eine Bemerkung von seinem Vorgesetzten. Darüber hinaus ist Menashe seit einem Jahr Witwer. Das Sorgerecht für seinen einzigen Sohn Rieven hat der Bruder seiner verstorbenen Frau übernommen, bis er eine neue Frau gefunden hat. Nur ist er nicht sehr heiratswillig. Was für ihn zählt, ist sein Sohn. Barmherzig gewährt ihm der Rabbi, dass er Rieven eine Woche lang zu sich nach Hause nehmen darf. Der Vater wird sich die größte Mühe geben, um zu beweisen, dass er und das Kind glücklich sein können.
Eine berührende Geschichte
Joshua Z. Weinstein ist in sein eigenes Judentum eingetaucht, um einen Einblick in das Leben in einem jüdischen Viertel zu geben. Wenn Brooklyn Yiddish die Atmosphäre in der chassidischen Gemeinde in Brooklyn perfekt wiedergibt, bietet er in Wirklichkeit viel mehr. Die Geschichte erzählt von der ebenso banalen wie großen Liebe eines Vaters zu seinem Sohn. Der Vater ist zwar sehr ungeschickt, aber der Junge hat trotzdem nur Augen für ihn.