Film-Mittwochs - Loris S. Musumeci
«Verpiss dich, du Feigling!»
Marcello, genannt Marcè, wäscht, massiert, pflegt, füttert und führt die ihm anvertrauten Hunde mit «Bravo, amore»-Rufen aus. Seine bescheidene Praxis, der Dogman, läuft ziemlich gut, auch wenn die Vorstadt in Latium, in der sie sich befindet, eher darauf hindeutet, dass man sich mehr um Menschen als um Hunde kümmern sollte. Marcello hat auch eine Tochter, die er sehr liebt. Kurz gesagt: Die beiden Lieben seines Lebens sind die Hunde und seine Tochter. Außerdem hat er noch einige gute Freunde in der Nachbarschaft, mit denen er sich über alles und jedes unterhält und großzügige Mahlzeiten teilt. spaghettate auf der Terrasse des einzigen Restaurants in der Gegend.
In seinem Bekanntenkreis treibt sich auch ein gewisser Simone herum. Ein Vollblut-Rüpel. Ein gewalttätiger Koloss, dessen Nase von der Gewohnheit des Schlagens gebogen ist. Er schlägt auf alles ein, was sich bewegt, wenn seine Nerven am Ende sind, und seine Nerven sind immer am Ende. Dennoch scheint es eine gewisse Zuneigung zwischen ihm und Marcello zu geben. Was sie verbindet, ist Kokain. Die beiden besorgen es sich und teilen es miteinander. Ab und zu gehen sie aus, um sich mit Mädchen zu treffen. Und wenn sie Lust haben - vor allem Simone - organisieren sie einen kleinen, schnellen Raubüberfall. Doch dieser Teufelskreis kann nicht mehr weitergehen, vor allem, als Simone auch gegenüber dem Mann, den er seinen Freund nennt, gewalttätig wird und ihn dazu bringt, etwas Unwiederbringliches zu tun.