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«Taxi 5», oder Pattaya in Marseille3 Leseminuten

von Marina De Toro
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Mittwochs im Kino - Marina De Toro

Alles beginnt mit Sylvain Marot (Franck Gastambide), einem Polizisten in Paris, der gegen seinen Willen zur Stadtpolizei von Marseille versetzt wird. Die Versetzung erfolgte vor allem wegen seiner ehebrecherischen Beziehung mit der Frau des Pariser Präfekten, aber auch seine Leistungen als draufgängerischer und erfahrener Fahrer haben ihm nicht in die Karten gespielt. In Marseille angekommen, entdeckt Sylvain seine neue, heruntergekommene Polizeistation und sein neues Team, das aus Draufgängern und Außenseitern besteht. Doch er integriert sich schnell und es gibt viel zu tun mit dem ehemaligen Kommissar Gilbert (Bernard Farcy), der jetzt Bürgermeister von Marseille ist und sich mit italienischen Dieben herumschlagen muss, die es immer wieder schaffen, in einem Ferrari zu fliehen. Der Pariser Polizist merkt schnell, dass die Verfolgung schwierig wird, vor allem mit den Nutzfahrzeugen, die der Stadtpolizei von Marseille zur Verfügung stehen.

Tradition und Erneuerung

Elf Jahre später Taxi 4, Franck Gastambide ersetzt Gérard Krawczyk als Regisseur des neuen Films Taxi 5. Diesmal ist das Duo aus dem Fahrer Daniel und dem Polizisten Emilien (Samy Naceri und Frédéric Diefenthal) nicht mehr dabei, und der ikonische Peugeot 407 aus der Geschichte wird auf die andere Seite des Mittelmeers verbannt. Außerdem wurden die Rollen im neuen Duo vertauscht: Sylvain Marot als Polizeipilot und Eddy Maklouf (Malik Bentalha), Daniels Großneffe, als mittelmäßiger Uber-Fahrer aus Marseille.

Und dann gibt es da noch den ursprünglichen Gegenstand des Films, der trotzdem wieder auftaucht: das Auto. Ohne das Auto wäre der Mythos Taxi ist nicht angebracht. Denn wenn die Geschichte wirklich beginnen soll, muss der Peugeot 407 den Platz finden, der ihm zu Beginn zugewiesen wurde, nämlich in den Händen eines Piloten in Marseille. Das kommt Sylvain gerade recht, denn er braucht ihn, um die italienische Bande zu fassen, und ausgerechnet Eddy Maklouf hat die Kontakte, um den Peugeot, der sich bei seinem Onkel in Marokko befindet, zurückzuholen.

Auch angesichts dieser neuen Charaktere bleiben einige grundlegende Dinge erhalten: der berühmte «Generalalarm!», Gilberts blockierte Uhr, die Übelkeit im Taxi, die Stunts im Auto und vieles mehr. Pump it von den Black Eyed Peas. Nicht zu vergessen sind natürlich auch einige Anspielungen auf den Initiator der Saga, Luc Besson. Einige Augenzwinkern sind durch eine Liebesszene im Meer erkennbar, die an Das große Blau oder in einem Lied, das sich auf Nikita.

Unterhaltung, nicht mehr

Trotz all dieser Bemühungen, sich den frühen Filmen anzunähern, ist das Ergebnis nicht überzeugend. Der schräge und manchmal schwere Humor der Protagonisten ist zwar Teil dieses Universums, aber Taxi 5 nur eine Aneinanderreihung von Sketchen mit klischeehaften und unzusammenhängenden Gags. Man kann jedoch anerkennen, dass Franck Gastambide mit Herzblut bei der Sache war, denn er wollte die Saga seiner Jugend wieder aufleben lassen und amerikanische Action mit französischem Humor vermischen

Dennoch, auch wenn der Film keine großen Erwartungen auf filmischer Ebene weckte, hätte die Handlung etwas ausgefeilter und die Charaktere besser ausgearbeitet sein können. Vergeblich, denn die Übergänge sind schlecht gebracht und einige der zu Beginn des Films eingeführten Charaktere geraten später völlig in Vergessenheit. Wir erwarten mehr im Jahr 2018 mit den verfügbaren Mitteln und den vielen Drehbuchautoren, die die Geschichte dieses Spielfilms geschrieben haben!

Der Film ist eindeutig kein Meisterwerk der Filmkunst, wie die anderen Taxi von anderswo, und sie beanspruchen sich nicht als solche. Taxi 5 ist also eine rudimentäre Unterhaltung und sonst nichts. Außerdem verstärkt das Fehlen von Daniel und Emilien nur die Illegitimität dieser neuen Saga, und die Rückkehr des Peugeot 407 kann diesen Mangel nicht ausgleichen. Letztendlich, Taxi 5 zielt vor allem auf ein Publikum, das den Regiearbeiten von Franck Gastambide (Pattaya, Les Kaïra), aber sicherlich nicht zu den Fans der Saga, die nun für eine neue Generation von Zuschauern adaptiert wurde.

Schreiben Sie dem Autor: marina.detoro@leregardlibre.com 

Fotocredit: © Pathé Films

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