«Volcano»

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geschrieben von Le Regard Libre · 21. März 2019 · 0 Kommentare

Internationales Filmfestival Freiburg - Amélie Wauthier

Es ist die Geschichte eines Mannes, der sich verirrt. Eigentlich ist es etwas komplizierter als das, aber nicht unbedingt interessanter:

Lukas wird im Auftrag der OSZE irgendwo in der Ukraine auf Mission geschickt. Eine Reihe unglücklicher Entscheidungen führt dazu, dass er alles verliert. An der Seite von Vova, einem exzentrischen Einheimischen in den Fünfzigern, sowie dessen Mutter und Tochter lernt Lukas, ohne alles zu leben: ohne Chef, ohne Gehalt, ohne Minister, ohne Polizei.

Also ja, man kann sagen, dass dieser Film sehr kafkaesk!, aber ist das nicht vielmehr eine Art, den Leuten zu zeigen, dass man einmal etwas anderes als Marc Lévy gelesen hat und dass man im Grunde genommen auch ein komplexes Wesen ist und kultiviert? Denn wenn Vulkan erzielt zwar durch den Kontrast und die Absurdität bestimmter Situationen das eine oder andere Lächeln – eine Absurdität, die man hätte noch besser ausschöpfen können –, doch es handelt sich vor allem um einen 106-minütigen Film, bei dem man sich die ganze Zeit fragt, wohin uns der Regisseur eigentlich führen will. Ich erspare euch also eine derart langweilige Kritik und rate euch, noch einmal im Programm des FIFF nachzuschauen, um euch etwas anderes anzusehen. Ansonsten könnt ihr ja immer noch die hervorragenden Kritiken im Regard Libre

Am Ende der Vorführung hörte man: «Das war poetisch, aber es ergab keinen Sinn – und gleichzeitig macht Krieg ja auch keinen Sinn.» Danke, lieber anonymer Zuschauer, mit deinen weisen Worten möchte ich meinen Beitrag abschließen!

Schreiben Sie dem Autor : ameliewauthier@gmail.com

Bildnachweis: © Volcano

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