Metin Arditi: «Die Zweistaatenlösung ist ein Hirngespinst».»
Metin Arditi in seiner Villa in Genf, Oktober 2021 © Indra Crittin für Le Regard Libre
Laut dem Schriftsteller und Mäzen Metin Arditi, Autor des im November erschienenen Essays «Das elfte Gebot», steht die Rhetorik von Jerusalem als «Hauptstadt Israels und aller Juden» im Widerspruch zur jüdischen Tradition und schafft Antisemitismus. Treffen in Genf.
Metin Arditis Essay, der Anfang November in der neuen Reihe der Editions du Cerf «Placards & libelles» erschienen ist, die kurze Schriften versammelt, ist ein großes Buch. Das elfte Gebot. Quand obéir, c'est trahir ist ein wichtiges, weil mutiges Werk. Der Schweizer Schriftsteller sephardisch-jüdischer Herkunft und gebürtiger Türke stellt eine Reflexion über den Antisemitismus an, die dem entgegengesetzt ist, was man seit einigen Jahren mehrheitlich von französischsprachigen jüdischen Intellektuellen hört. Für ihn ist die Rhetorik von Jerusalem als «Hauptstadt Israels und aller Juden» gegen die
Dieser Inhalt ist unseren Abonnenten vorbehalten.