Europa und islamische Kunst im Fokus in Zürich
Henri Matisse, «I tappeti rossi», 1906, Öl auf Leinwand, Musée de Grenoble, Foto Ville de Grenoble - Musée de Grenoble - J. L. Lacroix © Succession Henri Matisse - 2023, ProLitteris, Zürich
Das Kunsthaus verdient die goldene Palme des Ausstellungstitels dank «Re-Orientations», das bis zum 16. Juli zu sehen ist. Ein zeitgenössischer und erhellender, wenn auch verwirrender Blick auf den Einfluss der europäischen Kunst auf die islamische Kunst und umgekehrt, seit 1851.
Islamische Kunst ist ein Begriff, der sich nicht von selbst versteht. Er umfasst alle Werke von Menschen, die vom 7. Jahrhundert bis heute in Ländern lebten, die traditionell vom Islam regiert wurden. Der Begriff umfasst somit jede Form von Kunst aus völlig unterschiedlichen Ländern, Materialien und Stilen. Das Kunsthaus wagt sich also an ein schwieriges, weil sehr umfangreiches Thema heran, mit über 170 Zeichnungen, Gemälden, Aquarellen, Fotografien, Keramikobjekten, Textilien, Videos und Installationen, die größtenteils aus europäischen Sammlungen stammen.
Ausgangspunkt des Museums ist die erste Weltausstellung, die 1851 in London stattfand. Es war auf dieser
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