Entgegen der landläufigen Meinung ist die Schuluniform weder ein autoritäres Überbleibsel noch ein rückwärtsgewandtes Symbol. Wie Jean-Claude Kaufmann zeigt, offenbart sie vielmehr unser empfindliches Gleichgewicht zwischen Gleichheit, Freiheit und kollektivem Sinn.
Das fliegende Auto, das seit über einem Jahrhundert fasziniert, verkörpert eine verpasste Tat. Von vielversprechenden Fortschritten bis hin zu kostspieligen Enttäuschungen erzählt seine Geschichte von unseren enttäuschten Hoffnungen, unserer Angst vor Risiken und davon, was unsere Träume von morgen über unsere Gegenwart aussagen.
Im 19. Jahrhundert tauchte in den Berichten von Reisenden, die in der Schweiz die Berge bestiegen, eine seltsame Gestalt auf: der «Alpentrottel». Seine Geschichte ist mehr als nur ein Gesundheitsphänomen.
Warum werden einige Nationen reicher, während andere stagnieren oder zurückgehen? Zwei zeitgenössische Sichtweisen versuchen, diese entscheidende Frage zu beantworten. Eine davon wird in einem kürzlich auf Deutsch erschienenen Buch von Deirdre McCloskey und Art Carden erläutert.
Mit ihrem feindlichen Territorium musste die Schweiz ein anderes Rezept für ihren Erfolg finden. Also entwickelte sie ein Gegenmodell. In seinem Essay L'identité suisse au défi (Die Schweizer Identität als Herausforderung) untersucht der ehemalige Diplomat Paul Widmer die Zutaten des helvetischen Erfolgs, um ihn besser fortsetzen zu können.
Das 1915 in Genf gegründete Unternehmen Caran d'Ache - «Bleistift» auf Russisch - ist Teil des kulturellen Erbes des Landes. Carole Hubscher, Präsidentin des Verwaltungsrats und Gesicht der vierten Generation an der Spitze des Unternehmens, verrät uns einige Geheimnisse der Herstellung.
In seinem ersten Buch beleuchtet Jonas Follonier zusammen mit dem Philosophen Olivier Massin den Wokismus und zeigt, wie sich diese Ideologie im Land manifestiert, von der Absage von Konferenzen bis hin zur Neudefinition von Belästigung. Aber ist sie wirklich so präsent?
In Die Transformation der Schweiz (1847-1920). Regards de Georges Dommen führt uns Bridget Dommen in einen entscheidenden Abschnitt der Schweizer Geschichte ein, anhand der Reise eines Mannes an der Schnittstelle zwischen sozialem, wirtschaftlichem und technologischem Wandel.
Selbstbewusst und von Zweifeln geplagt, war Alexis de Tocqueville ein paradoxer Mensch. In seiner Biografie zeigt Olivier Zunz, emeritierter Professor für amerikanische Geschichte an der Universität von Virginia, die ganze Aktualität des Autors des wegweisenden Buches «Über die Demokratie in Amerika».