Shibari: Erotik auf dem Hochseil

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geschrieben von Aude Robert-Tissot · 12. September 2022 · 0 Kommentare

Shibari bedeutet auf Japanisch «fesseln», «binden». Diese Praxis, die dem BDSM nahesteht, geht auf die Foltertechniken der Samurai zurück. Shibari wird heute in Clubs überall in Europa und Japan praktiziert und hat sich in den Bereich der künstlerischen Leistung und der sogenannten Wellness-Sportarten wie Yoga begeben, wobei es sich von den sadomasochistischen Sexualpraktiken gelöst hat. Wie und warum hat sich die Erotik in das Shibari eingeschlichen, um es schließlich wieder zu verlassen?

Shibari ist ursprünglich so etwas wie der Pranger bei uns. Jahrhundert entwickelten die Japaner eine Kunst, den Feind zu fesseln, um ihn bewegungsunfähig zu machen, anstatt ihn an einen Pfahl zu binden und ihn auf dem öffentlichen Platz zu demütigen. Die Knoten mussten schön aussehen, gut gemacht sein und vor allem so gestaltet werden, dass sie den Betroffenen nicht verletzten. Das Ziel war es, ihn durch die Immo

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