«American Nightmare 4: Die Ursprünge»

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geschrieben von Marina De Toro · 01. August 2018 · 0 Kommentare

Mittwochs im Kino - Marina De Toro

Seit 2013 überrascht James De Monaco mit seiner Saga American Nightmare das aus einer jährlichen Säuberungsaktion besteht, die die Kriminalität und die Arbeitslosenquote in den USA regulieren soll. Während einer Nacht im Jahr haben die US-Bürger das Recht, alle Verbrechen zu begehen und all ihre Negativität auszudrücken. Nach Ablauf der zwölf Stunden werden die während der Säuberung begangenen Verbrechen nicht mehr verfolgt und das Leben geht wieder seinen normalen Gang. In seinem vierten Film zeigt uns der Regisseur Gerard McMurray den Ursprung dieser mörderischen Tradition, die in einer Stadt auf einer abgelegenen Insel in den USA stattfand.

Der Film zu viel

Die «Neuen Gründerväter» sind an die Spitze der USA gelangt und beschließen, ein experimentelles Projekt zur Senkung der Kriminalitätsrate einzuführen. Das neue Konzept stammt von der Soziologin Dr. May Updale und ihre Ideen fanden schnell das Interesse der neuen Regierung der Vereinigten Staaten. Das einzige Problem ist, dass Dr. Updale und die Regierung unterschiedliche Ansichten zu diesem Experiment haben. Für die Soziologin ist es lediglich ein psychosozialer Test, während die Politiker einen wirtschaftlichen Nutzen für das Land sehen.

Diese Meinungsverschiedenheit wird im Film sehr ungeschickt dargestellt, und alles wird extrem vorhersehbar. Es entsteht keine Spannung, da die Antagonisten, die «Neuen Gründerväter», den Zuschauern nichts verheimlichen und ihre Absichten bezüglich der Säuberung sehr ungeschickt zum Ausdruck bringen. Dieser vierte Film trägt daher nichts Neues zur Geschichte bei, die seit den ersten Filmen erzählt wird. American Nightmare.

An die Vereinigten Staaten gerichtete Mitteilungen

Auch wenn das Konzept der „Purge“ extrem, ja für den Durchschnittsbürger sogar absurd erscheint, muss man dennoch feststellen, dass es sich dabei um eine echte Kritik an unseren westlichen Gesellschaften und insbesondere an der Gesellschaft der Vereinigten Staaten handelt. Man erkennt deutlich die anhaltenden Spaltungen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen und insbesondere das nach wie vor bestehende Vorhandensein von Rassismus gegenüber Afroamerikanern und Latinos. Dieses Gefühl eines Landes im Umbruch und einer wachsenden Feindseligkeit spiegelt sehr deutlich die umstrittene Haltung Trumps seit seiner Wahl im Jahr 2017 wider.

Trotz der schwachen Handlung des Films und der recht schlechten schauspielerischen Leistung wirkt „The Purge“ wie eine Warnung vor einer Grenze, die niemals überschritten werden darf. Letztendlich, American Nightmare 4 zeigt, wie sehr die Vorstellungskraft der Menschen die Moral übersteigen kann und dass, auch wenn unsere Welt bereits zahlreiche Schrecken erlebt hat, die zerstörerischen Ideen niemals versiegen.

Schreiben Sie dem Autor : marina.detoro@leregardlibre.ch

Bildnachweis: © Universal Pictures Int. Switzerland GmbH

 

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