Ein «Western Curry», das nicht scharf genug ist

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geschrieben von Virginia Eufemi · 08 Juli 2018 · 0 Kommentare

Neuchâtel International Fantastic Film Festival (NIFFF) - Virginia Eufemi

Gestern Abend wurde als Weltpremiere vorgestellt Western-Curry, Ein schweizerisch-englisch-indischer Film unter der Regie von Kamal Musale, der in der Kategorie «Amazing Switzerland» des NIFFF gezeigt wird. Die Komödie, die im kommenden Herbst in den Kinos der Westschweiz anläuft, erzählt die Geschichte eines Paares, das in einer indischen Wüstengegend herumtreibt.

Der Film beginnt in England, wo wir die 40-jährige, zarte Sheela (Gia Sandhu) kennenlernen, die als Tochter einer englischen Mutter und eines indischen Vaters geboren wurde und eine Umweltaktivistin und Pazifistin ist. Sie ist mit einem erfolglosen Schriftsteller (Christopher Shyer) verheiratet, der älter ist als sie und Alkoholiker. Nachdem sie gefeuert wurde, erfährt sie, dass ihr Vater in Indien gestorben ist, weil er von einem Tiger gefressen wurde. Das Paar beschließt, in Sheelas Heimatland zu reisen, um den Verkauf des Anwesens des verstorbenen Vaters abzuwickeln.

Dort entdecken sie eine seltsame Person, einen Westschweizer, der in Bindu (Sylvain Reymond) umbenannt wurde. Dieser behauptet, von Sheelas Vater adoptiert worden zu sein. Er ist ein Anti-Touristen-Ökoterrorist mit Sprengstofffetisch, der dank seiner Ziege Maya seinen eigenen Käse herstellt und für jede Gelegenheit ein Sprichwort parat hat. Diese Reise wird für Sheela die Gelegenheit sein, einen Sinn in ihrer Existenz zu finden und sich wieder mit ihren Wurzeln und ihrem Vater zu verbinden.

Auch wenn es in der Ausstattung und der Form nicht an Bezügen zum klassischen Western fehlt, ähnelt die Erzählweise eher einer dramatischen Komödie. Wir finden das Thema der Reise, das im amerikanischen Western so beliebt ist, die Wüste, das Haus im Nirgendwo an einem Fluss und die Schusswaffen, die im Vordergrund stehen. Inhaltlich verfolgen wir jedoch hauptsächlich die Geschichte eines Paares am Rande einer Krise, mit ihren Streitigkeiten, ihren intimen Problemen, ihren Meinungsverschiedenheiten und ihren unausgesprochenen Worten.

Dem Film fehlt also eine Zutat, die die Erzählung würzt. Die Spannung zwischen den beiden Männern reicht nicht aus, um diesen Spielfilm fesselnd zu machen, da sie eher auf Eifersucht als auf einen echten Krieg aller gegen alle im Westernstil hinausläuft. Western-Curry lässt einen dennoch lächeln, dank seines freundlichen und manchmal british, Das macht den Film sympathisch und unterhaltsam.

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Schreiben Sie dem Autor : virginia.eufemi@leregardlibre.com

Fotocredit: © NIFFF

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