«Grand Piano»: Musik, wirklich?
Le Regard Libre Nr. 74 - Eugène Praz
Dossier «Die Figur des Musikers im Film».»
Grand Piano (2013) des spanischen Regisseurs Eugenio Mira ist ein komischer Film, der die klassische Musik im weitesten Sinne als Vorwand nimmt. Obwohl er sich nicht als solcher zu erkennen gibt, sondern eher als Psychothriller, in dem die Angst mit sporadischem Humor untermalt wird, ist er genau das. Lachen ist garantiert.
Im Mittelpunkt von „Grand Piano“, das schon im Titel vielversprechend klingt, verbirgt das namensgebende Instrument einen Schlüssel; den Schlüssel zu einem geheimen und wundersamen Garten, der den Sinn eines ganzen Lebens birgt und unser aller erbärmliches Dasein veredelt? Keineswegs! Sondern lediglich die zu einem Banktresor in der Schweiz, in dem sich ein ordentlicher Haufen Geld befindet. Lassen Sie uns diese seltsame Geschichte einmal aufklären. Jemand begehrt diesen Schlüssel – nun ja, nicht den Schlüssel selbst, sondern den Inhalt dessen, was er öffnet. Wer? werden Sie mich zu Recht fragen. Ich
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