«Millennium: Was mich nicht umbringt», bereits ein Klassiker

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geschrieben von Virginia Eufemi · 28 November 2018 · 0 Kommentare

Mittwochs im Kino - Virginia Eufemi

Millennium: Was mich nicht umbringt ist ein Thriller-sehr erfolgreicher Action-Krimi des uruguayischen Filmemachers Fede Alvarez. Inspiriert von dem Roman Was mich nicht umbringt von David Lagercrantz, der die Trilogie fortsetzte Millennium des schwedischen Schriftstellers Stieg Larsson ist dieser Spielfilm sehr umfangreich und komplex, ohne kompliziert zu sein.

Ein angesehener Wissenschaftler (Stephen Merchant) erstellt im Auftrag der CIA ein Programm, mit dem alle militärischen Raketen der Welt kontrolliert werden können. Als er die Gefährlichkeit seines Werkes erkennt, ruft er die kriminelle Hackerin Lisbeth Salander (Claire Foy) an, um das Programm zu stehlen und zu zerstören. Doch nicht nur sie will den «Firefall» in die Hände bekommen, sondern auch die gefürchtete Verbrecherorganisation "Spiders", die die Macht an sich reißen will.

Häufig sind die Intrigen der Thriller sind besonders schwer zu verfolgen, mit zu vielen Charakteren, Zeitsprüngen und impliziten Einsätzen. Das Drehbuch von Millennium: Was mich nicht umbringt ist klar und effektiv. Da die Geschichte leicht zu verfolgen ist, kann der Zuschauer die vielen anderen Qualitäten dieses Films genießen, ohne zu sehr in den Versuch, die Handlung zu beleuchten, hineingezogen zu werden. Auch auf die Gefahr hin, die Liebhaber der gleichnamigen schwedischen Romane zu verärgern, werden wir diese amerikanisch-schwedische Produktion aus rein filmischer Sicht als eigenständiges Werk analysieren. Und in dieser Hinsicht ist es ein makelloser Film. Angefangen bei der Leistung von Claire Foy, die in ihrer Rolle als harte Frau mit weichem Kern sehr überzeugend ist. Wie Batman tötet diese Heldin nicht, sie schüchtert ein, schreckt ab und steht vor allem als Rächerin für Frauen, die von Männern geschlagen und vergewaltigt werden. Lisbeth Sandler ist ein liebenswerter Charakter, denn sie ist nicht unzerstörbar, manchmal scheitert sie, aber ihre Geisteskraft und ihre Entschlossenheit führen sie zum Ziel.

Zweitens ist Musik ein sehr wichtiger Teil einer Thriller da sie zur Spannung der Szenen beiträgt. Die Originalmusik des spanischen Komponisten Roque Baños trägt viel zur Spannung der Geschichte bei und verleiht dem Film, der in vielerlei Hinsicht sehr klassisch ist, eine gewisse Eleganz. Das fängt bei den Charakteren an: der gute Agent, der korrupte Agent, die skrupellose kriminelle Organisation und der einsame Held, der von seinen Freunden unterstützt wird. Dann die Verfolgungsjagden, die Explosionen, die Kämpfe usw. Aber all diese Elemente sind sehr gut aufeinander abgestimmt und machen aus der Millennium: Was mich nicht umbringt ein Klassiker des Genres. Die Geschichte ist rhythmisch, ohne Leerlauf oder Langsamkeit, und die Bilder in Blautönen geben die eisige Kälte Schwedens gut wieder. Die Farbcodes unterstützen die Szenen, die schwarz gekleidete Brünette und die Blondine, deren rote Kleidung sich vom Weiß des Schnees abhebt.

Für Fans des Actionkinos ist dieser zeitlos gute Film absolut sehenswert. Denn hier geht es nicht nur um leere Spannung und unnötige Verfolgungsjagden. Lisbeth Salanders tragische Kindheit, die ihr Engagement für den Schutz von Frauen erklärt, verleiht dieser komplexen und berührenden Figur viel Tiefe. Sie ist eine moderne Heldin, deren einzige Superkraft ihre Liebe zur Gerechtigkeit ist.

Schreiben Sie dem Autor: virginia.eufemi@leregardlibre.com

Bildnachweis: © Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH


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