«Solo: A Star Wars Story»

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geschrieben von Loris S. Musumeci · 06. Juni 2018 · 0 Kommentare

Mittwochs im Kino - Loris S. Musumeci

«Qi'Ra, ich komme wieder, ich komme wieder!»

Der Planet Corellia ist schmutzig, industriell, düster und ernst. Er erweckt kein Vertrauen und kein Wohlbefinden. Das Leben dort ist traurig und schwierig. Han ist noch sehr jung. Er lebt auf diesem Planeten im Dienst einer schäbigen Mafia, die törichterweise die Befehle des Monsters Lady Proxima ausführt. Qi'Ra, seine Gefährtin, teilt diese elende Lage. Doch die beiden Jugendlichen sind noch nicht am Ziel ihrer Hoffnungen. Han gelingt es, Lady Proxima mit einer spektakulären List zu töten, und er flieht mit Qi'Ra vor ihren Schergen. Am Verschiffungshafen angekommen, gelingt es den beiden, mithilfe eines Fläschchens der sehr wertvollen Substanz Koaxium ein Ticket vom Planeten zu bekommen.

Han eilt durch das Tor, doch Qi'Ra wird plötzlich von einem Agenten von Lady Proxima gepackt. Das Tor schließt sich. Drama. Schrei. Der Jüngere verspricht seiner Schönen die Rückkehr. Er wird sie nicht vergessen. Er wird zurückkommen, um sie zu holen. Drei Jahre später katapultiert die Handlung den aus Corellia Entflohenen auf ein blutrünstiges Schlachtfeld auf dem Planeten Mimban. Die Umstände führen dazu, dass er in die Grube der Bestie geworfen wird, bei der es sich um niemand anderen als den heißgeliebten Chewbacca handelt, der ihn fressen soll. Da er seine Sprache spricht, gelingt es Han, den Mann, der für immer sein Begleiter sein wird, zur Flucht zu überreden. Sie schließen sich dem Schmuggler Thomas Beckett an, um Geld zu verdienen und ihre jeweiligen Träume zu verwirklichen. Für Chewbacca ist es die Befreiung seiner Rasse aus der Sklaverei, für Han die Suche nach Qi'Ra. Doch nichts läuft wie geplant.

Das Publikum bevorzugte Harrison Ford

Hier ist das Solo: A Star Wars Story fügt sich in das galaktische Puzzle des Star-Wars-Universums ein. Der Film ist keine Episode der sogenannten kanonischen Saga, sondern Teil des erweiterten Universums der Filme von George Lucas, um die Saga zu vervollständigen. Diesmal wird dem Helden Han Solo Platz eingeräumt. Die Figur, die aus Star Wars nicht wegzudenken ist, wurde in den offiziellen Episoden von Harrison Ford gespielt. Nun, da es wieder um die Jugend des legendären Piloten geht, übernimmt der achtundzwanzigjährige «gutaussehende» Schauspieler Alden Ehrenreich die Rolle. Fans von Harrison Fords Han Solo knirschen mit den Zähnen.

Obwohl der junge Mann die köstliche Arroganz und den Ehrgeiz des alten Schauspielers beibehält, lässt sein Spiel einen etwas ratlos zurück. Ohne unangenehm zu sein oder völlig zu versagen, überzeugt Alden Ehrenreich nicht unbedingt. Die Figur ist zwar clever, aber sein Darsteller überspielt den Klugscheißer und schafft es nicht, sich von seinem selbstbewussten und strahlenden Lächeln zu lösen. Außerdem fällt es ihm schwer, wirklich in die Geschichte einzutauchen. Alle Ereignisse, bis hin zu den tragischsten, lassen ihn fast kalt, als ob nichts geschehen wäre. Dennoch sind einige Kritiker zu streng mit dem Schauspieler, der trotz der genannten Mängel letztlich gar nicht so schlecht abschneidet.

Es ist in der Tat nicht er, der den Film ruiniert. Ron Howards Regiearbeit war chaotisch, wie wir jetzt wissen. Howard Howard wurde im Juni 2017 beauftragt, den Film zu Ende zu bringen, der laut George Lucas wegen der ursprünglichen Regisseure Phil Lord und Chris Miller ins Stocken geraten war. Wenn der Spielfilm also ein wenig hinkt, braucht man nicht bei den Schauspielern zu suchen, denn die Drehbedingungen waren für einen vollen Erfolg nicht günstig.

Die Begegnung mit Chewbacca

Solo: A Star Wars Story vermittelt zudem den Eindruck einer Geschichte, die nicht bis zum Ende durchgehalten wurde. Es gibt viele Episoden, die vom Planeten Correlia bis zum Ende laufen, und nur wenige, die den Zuschauer zufrieden zurücklassen. Obwohl der Film zwei Stunden und zehn Minuten dauert, schien alles zu viel zu sein, da der Durst, mehr über den mythischen Han Solo zu erfahren, so groß ist. Es ist wahrscheinlich dieses Manko, das diesen Teil eher fad erscheinen lässt. Eine Ausnahme bildet die Begegnung mit Chewbacca, die zwar nur kurz ist, aber mit bemerkenswerter Intensität über die Leinwand flimmert. Sie wird in Erinnerung bleiben.

Die Fotografie ist nichts Besonderes. Es versteht sich von selbst, dass die Bilder digital und explosiv sind. Dennoch ist der Bildschirm nicht völlig überfüllt. In der Tradition der Star Wars-Fotografie bleibt das Bild trotz der unvermeidlichen Masse an Spezialeffekten sehr physisch. Ein angenehmes Element, das das Image des Films aufpoliert, ist sein Westernstil. Getreu den Blicken der heißesten Cowboys würzen die Duellaufnahmen Sequenzen, die ohne den Kampf fade gewesen wären. Schließlich ist die Biografie des jungen Han Solo zwar kein guter Film, aber sie ist angesichts der Saga interessant und bietet einen unterhaltsamen Kinoabend.

« Wir sind keine Marodeure, wir sind Verbündete. Und der Krieg hat gerade erst begonnen».»

Schreiben Sie dem Autor : loris.musumeci@leregardlibre.com

Fotocredit: © Lucasfilm

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