«Under the silver Lake» - Muffeln, wichsen, rauchen: ein gutes Rezept!

2 Leseminuten
geschrieben von Thierry Fivaz · 17. Juli 2018 · 0 Kommentare

Neuchâtel International Fantastic Film Festival (NIFFF) - Thierry Fivaz

Under the silver lake ist eine wahre Hommage an das amerikanische Kino und die amerikanische Populärkultur. Der Film, der im Rahmen des internationalen Wettbewerbs am NIFFF gezeigt wurde, ist ein ebenso seltsamer wie amüsanter Film, eine wahre Schatzsuche mit einem liebenswerten Idioten.

Mit Under the silver lake, beschert uns Regisseur David Robert Mitchell zu unserer großen Freude einen völlig verrückten Film, in dem wir mitten in Los Angeles einen etwas abgehobenen jungen Mann begleiten, der ein verschwundenes Mädchen wiederfinden möchte, das er am Vortag kennengelernt hat. Für seinen dritten Spielfilm hat Mitchell uns ein recht seltsames Gericht zusammengemischt; man mische eine Prise Der Da-Vinci-Code, von einem Thriller à la Hitchcock über Humor und Popkultur bis hin zu einer soliden Lynch-Basis – und das Ergebnis ist Under the silver lake, ein völlig verrückter, aber ehrlich gesagt sehr sympathischer Film.

Am Freitag, dem 6., und Donnerstag, dem 12. Juli, als Schweizer Premiere beim NIFFF gezeigt, Under the silver lake entführt uns auf eine Schatzsuche durch das glitzernde Los Angeles. Angeführt wird diese Jagd von Sam (Andrew Garfield), einem arbeitslosen Typen, der seine Tage damit verbringt, nichts zu tun – außer wenn er mit dem Fernglas den üppigen Busen seiner Nachbarin beobachtet. Man erkennt hier die versteckte Anspielung auf Fenster zum Hof; schräge Anspielungen, die übrigens den gesamten Film von Mitchell durchziehen und von Anfang an deutlich machen, dass man sich hier nicht ernst nimmt.

Die Geschichte, in die sich Sam, ein Detektiv aus der Improvisation, hineinbegibt, dreht sich darum, Sarah (Riley Keough) wiederzufinden – ein bezauberndes junges Mädchen, das er am Vortag kennengelernt hat und das auf mysteriöse Weise verschwindet, wobei es seltsame Symbole hinterlässt. Wie in einem Film noir macht sich Sam daraufhin auf die Suche nach ihr. Diese Ermittlungen führen ihn an seltsame und zwielichtige Orte, die von Hippies und reichen Sprösslingen bevölkert sind, und lassen ihn glauben, dass die Welt, in der er lebt, von geheimen Zeichen umgeben ist, die nur Eingeweihte entschlüsseln können. Ein Paralleluniversum, das sich hinter unserem verbirgt – kurz gesagt, eine echte Verhöhnung von Verschwörungstheorien und Ähnlichem. Fake News die heutzutage von vielen Verrückten verbreitet werden.

Under the silver lake mélange les genres et réfère à la fois au cinéma, mais aussi à la culture et à la musique populaires, comme au New Age. Osant mettre dans un même film Super Mario, une scène de levrette absurde, la cité d’Emeraude du magicien d’Oz et des masques de chat, on ne sait plus vraiment où donner de la tête. Mais sans doute cela confère-t-il un certain charme à ce film qui, s’il compte parfois quelque longueur, se fait totalement dingue et agréable à regarder. Impossible de ne pas rire devant la bêtise de Sam et de la situation au limite de l’absurde dans laquelle il va se retrouver. Une enquête qui, à son terme, lui dévoilera même les secrets qui se cachent derrière les plus grands tubes de notre époque ! D’ailleurs, une fois la séance terminée, on n’a qu’une envie. Celle d’aller (ré)écouter Smells like teen spirit von Nirvana.

[Tabelle ID=31 /]

Schreiben Sie dem Autor: [email protected]

Bildnachweis: © NIFFF

Einen Kommentar hinterlassen