In seiner Kolumne teilt der ehemalige Bundesrat Pascal Couchepin eine Lektüre, die ihn beeindruckt hat. In diesem Monat befasst er sich mit Desinformation durch das Prisma des Romans Le Comte Morin, député von Anatole France.
Ein Freund, der bei meinem Einstieg in die Politik 1968 Stadtrat war, ein altmodischer Sozialist, ein kulturbegeisterter und humanistischer Autodidakt, machte mich auf Anatole France aufmerksam, der 1921 den Nobelpreis für Literatur erhielt. Er zitierte gerne einen Satz aus Anatole France's Roman L'Ile aux pingouins (Die Pinguininsel), der auf einem antiklerikalen Hintergrund aus dem 19. Jahrhundert beruhte: «Si le fond l'emporte sur la forme, c'est la ruine du sacerdoce.»
Der Kontext dieses Satzes ist folgender. Die Pinguininsel beginnt mit einer komischen Szene. Ein alter irischer Mönch, der kurz vor seinem Tod steht, legt sich in ein steinernes Boot, das ins Meer geworfen wird.
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