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Schweiz

Interview

«Das Schlimmste für die Schweiz wäre, wenn die Neutralität definiert würde»8 Leseminuten

von Jean Friedrich
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Neutralität © Pixabay und Wikimedia CC 4.0. Montage Le Regard Libre

Irène Hermann ist Professorin für Geschichte an der Universität Genf und Spezialistin für die Schweizer Neutralität. Die Neutralität steht heute unter besonderer Beobachtung, war aber für die Historikerin nie eindeutig und wird von ihr mit Blick auf die Vergangenheit entmythologisiert. Interview.

Die Rückkehr des Krieges auf europäischen Boden hat die Schweiz wieder mit ihrer historischen Neutralität konfrontiert. Zwar gab das Land in Bezug auf die Wiederausfuhr seiner Waffen nicht nach und weigert sich derzeit noch, diese in Konfliktländer zu schicken, doch übernahm es die Sanktionen des westlichen Lagers gegen den russischen Kriegstreiber. Dies führte dazu, dass viele Länder auf internationaler Ebene die Schweiz nicht mehr als neutral betrachteten. Intern wurde die politisch-philosophische Debatte über diesen historischen Pfeiler, über den sich nicht mehr alle einig sind, neu entfacht. Wie sieht die Wissenschaftlerin Irène Herrmann die schweizerische Neutralität?

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