Welt Interview

Gilles Kepel: «Ich bin denjenigen, die mich zum Tode verurteilt haben, sehr dankbar, weil sie mir das Schreiben dieses Buches ermöglicht haben».»

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geschrieben von Loris S. Musumeci · 10. August 2019 · 0 Kommentare

Der Islamwissenschaftler Gilles Kepel wurde vom Islamischen Staat zum Tode verurteilt, was ihn jedoch nicht daran hindert, in völliger Gedankenfreiheit zu leben. Begegnung mit einem Wissensvermittler, der sich ebenso mutig wie rigoros über sein Studienfach äußert.

Er sorgt für Polemik. Gilles Kepel ist ein hochrangiger, sehr anerkannter Intellektueller, und doch kommen seine Äußerungen nicht immer an. Denn er spricht über den Islam, den Nahen Osten, ohne ideologischen Hokuspokus. Er schaut der Realität direkt in die Augen und macht keine Zugeständnisse. Aber er muss sich ohnehin nicht rechtfertigen, er muss niemandem etwas beweisen. Als Professor an der Sciences Po, wo er den Lehrstuhl Mittlerer Osten Mittelmeerraum leitet, sowie an der Universität der italienischen Schweiz in Lugano gibt Gilles Kepel sein Wissen weiter. Und das ist nicht nichts. Vierzig Jahre Feldforschung für einen Mann, der jedes Land der Levante wie seine Westentasche kennt und Hofarabisch spricht.

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