Affaire Skripal: l’enquête et les enjeux diplomatiques

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geschrieben von Hélène Lavoyer · 26. März 2018 · 0 Kommentare

Les lundis de l'actualité - Hélène Lavoyer

Sergei Skripal und seine Tochter Yulia - 66 bzw. 33 Jahre alt - wurden am 4. März in Salisbury, England, vergiftet. Die Premierministerin des Landes, Theresa May, zeigt mit dem Finger auf Russland. Während die Regierungen der USA und Frankreichs diese Hypothese unterstützen, bleiben viele Punkte unklar.

In den 1990er Jahren arbeitete Sergej Skripal als Doppelagent für das Vereinigte Königreich, während er noch Oberst der russischen Geheimdienstabteilung (GRU) war. In dieser Zeit soll er Informationen an Großbritannien weitergegeben haben, darunter auch Informationen darüber, wo und wann sich russische Agenten trafen.

Im Dezember 2004 verhaftete ihn der Föderale Sicherheitsdienst der Russischen Föderation und verurteilte ihn 2006 zu dreizehn Jahren Haft. Im Jahr 2010 wurde er von Dimitri Medwedew - dem damaligen Präsidenten Russlands - begnadigt und ließ sich in Salisbury, England, nieder.

Kampftrinken

Dimanche 4 mars: Sergeï et sa fille sont retrouvés inconscients sur un banc par des passants, et emmenés à l’hôpital de Salisbury. Deux jours plus tard, Boris Johnson, l’actuel secrétaire d’Etat des Affaires étrangères et du Commonwealth du Royaume-Uni, annonce qu’il est trop tôt pour désigner un coupable, mais ajoute que «la Russie est une force « malfaisante et perturbatrice » dans le monde» et que «le Royaume-Uni va prendre les devants dans la lutte contre ses activités».

Bereits am 9. März schlossen sich Dekontaminationstruppen und professionelle Chemikalienbekämpfer mit der Polizei zusammen, um die Ermittlungen voranzutreiben. Kurz darauf wurden Personen, die am 4. und 5. März dieselben Orte wie Sergej und Julia - eine Bar und ein Restaurant - aufgesucht hatten, aufgefordert, ihre Kleidung vorsichtshalber zu waschen.

Unterstützung von außen

Theresa May hält am 11. März eine erste Rede vor dem Unterhaus und gibt bekannt, dass das Nervengift, mit dem die beiden Opfer vergiftet wurden, das Notvichok, Der Name Novitchitch wurde entwickelt (gibt es ein besseres Verb?). Ich verstehe nicht, wie man eine Person tatsächlich entwickeln kann, Nowitschok ist das verwendete Gift!) von der Sowjetunion während des Kalten Krieges. Sie fügte hinzu, dass der Angriff «wahrscheinlich aus Russland» kam.

L’affaire d’Etat devient internationale, et les présidents Macron et Trump ne tardent pas eux aussi à accuser la Russie. «Tout porte à croire que la responsabilité est en effet attribuable à la Russie, et en cela le travail mené par les services britanniques partagé avec les services français le confirme. […] La France condamne donc avec la plus grande fermeté cette attaque inacceptable sur le sol d’un pays allié et je veux dire ici toute ma solidarité à l’égard de Theresa May», déclare Emmanuel Macron lors de sa visite en Indre-et-Loire le 15 mars.

Mischmasch aus Ungereimtheiten

Trotz der offensichtlichen russischen Verantwortung gibt es zahlreiche Stimmen, vor allem aus dem journalistischen Umfeld, die gegen diese bereits fast belegte Schuld sprechen. Zunächst einmal lagen die Ereignisse kurz vor der Wiederwahl von Präsident Putin, die am 18. März stattfand. Eine solche Handlung seitens der russischen Regierung wäre kontraproduktiv und offensichtlich gefährlich für den Ruf Wladimir Putins gewesen. Hinzu kommen jedoch noch weitere Elemente.

Es ist eine Sache, dass Russland Sergej aus Rache tot sehen will. Aber warum wurde er nicht getötet, als er auf russischem Boden inhaftiert war? Manche meinen, dies sei eine Warnung an andere Spione gewesen, die versucht sein könnten, mit ausländischen Regierungen zusammenzuarbeiten, und ihnen zu zeigen, dass ihr Leben und das ihrer Familienmitglieder niemals sicher sein könnten. Allerdings gibt es dafür keine Beweise.

Einige Analysten meinen, dass man vorsichtig sein sollte, da dieses tragische Ereignis für England eine Möglichkeit sein könnte, seine Beziehungen zu Europa, insbesondere zu Deutschland und Frankreich, wieder zu festigen. Die Solidarität der EU-Mitgliedsstaaten kann zweierlei bedeuten: dass es für sie von Vorteil ist, Russland zu isolieren, oder dass die Beweise, die sie für Russlands Schuld haben, eine ausreichend solide Grundlage bilden, um als solche betrachtet zu werden.

Zu früh für eine Aussage

Man muss feststellen, dass die Äußerungen des russischen UN-Botschafters Wassili Nebenzia - nämlich, dass «die Unschuldsvermutung durch die Schuldvermutung ersetzt wird» - keinen Unsinn darstellen.

Die Geschwindigkeit der Anschuldigungen ist erstaunlich, ebenso wie die Maßnahmen, die die englische Regierung ergriffen hat. Tatsächlich wurden bereits 23 russische Diplomaten des Landes verwiesen und England hat bekannt gegeben, dass die königliche Familie oder die Regierungsfamilie während der Fußballweltmeisterschaft (Juni bis Juli 2018) nicht nach Russland reisen werden.

Es gibt noch viele Spekulationen über den Täter: War es eine absichtliche Aktion der Regierung Putin? War es eine Lücke in ihrem System, die es einer dritten Person erlaubte, den Giftmord zu organisieren? Oder vielleicht ein Schlupfloch in einem britischen Labor?

Wenn es um solche diplomatischen Fragen geht, muss die Öffentlichkeit über alle Möglichkeiten informiert werden. Es besteht kein Zweifel daran, dass Wladimir Putin und die russische Regierung im Allgemeinen unlautere Geschäfte eingefädelt haben. Aber gilt das nicht auch für jede andere Regierung?

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