Dies ist die Geschichte des Verschwindens eines Schweizer Universitätsprofessors, das zwanzig Jahre später von einem ehemaligen Kollegen untersucht wird. Oder vielleicht ist das auch gar nicht das eigentliche Thema. Mit Auf der Suche nach Karl Kleber, Daniel Sangsue, der im Mai bei Favre erschienen ist, ist in vielerlei Hinsicht ein «Meta-Roman». Dieser falsche Regionalkrimi, ein Genre, über das sich der Autor lustig macht, kann auch als Parodie auf Joël Dicker und vor allem als Lobpreisung der Literatur verstanden werden, bei der die amerikanisierte Universität auf ihre Kosten kommt. Rezension.