«Der »Guernsey Literary Circle": eine Insel der Literatur und Freundschaft
«Le Cercle littéraire de Guernesey» © Impuls Pictures
Da ist die Magie der Literatur. Die, die mitreißt, auf eine Reise nimmt und berührt. Die, die, strahlend wie ein 100-Karat-Diamant, die Fantasie weckt und das innere Leuchten entfacht. Der Literaturkreis von Guernsey, so ist es in etwa, und nach dem Kinobesuch sogar noch viel mehr.
Le nœud de cette histoire se noue durant l’occupation allemande, plus précisément sur l’île de Guernesey, et se dénoue dans l’intimité d’un cercle littéraire qui lit pour oublier le contexte belliqueux, pour rêver. Une histoire qui a lieu sur l’île du long exil de Victor Hugo.
L’interdiction d’imaginer
Der Regisseur Mike Newell hat für seinen Film somit das Wesentliche aus der Literatur geschöpft: das Miteinander. Dieser alltägliche Moment, in dem zwei oder mehrere Menschen sich über einen Roman, einen Essay oder eine Kurzgeschichte austauschen; dabei entwickeln sie kritisches Denken, Emotionen und Mitgefühl. So wie die fünf Freunde des Literaturkreises die Freude am Zusammensein entdecken und sich gegenseitig Geschichten vorlesen – völlig illegal, vor den Augen der Besatzer verborgen, in einem Wohnzimmer, nachdem sie Schweinefleisch gegessen und Gin getrunken haben hausgemacht von Isola (Katherine Parkinson). Es ist Zeit der Ausgangssperre. In der Nacht, wenn die Stille den Klang der Worte besonders hervorhebt. Dieser Moment, in dem Einsamkeit und Traurigkeit – wie im Fall der fünf unerschrockenen Leser des Zirkels – auf der Stimmung lasten.
Was bleibt, wenn man mit den Besatzern auf derselben Insel gefangen ist und der Zweite Weltkrieg auf dem Festland zu Ende geht? Worte, Liebe und Wohlwollen gegenüber den Nachbarn. Das Teilen der wenigen Lebensmittel, die man besitzt – so wie Dawsey (Michiel Huisman) den Kriegsgefangenen, die überall auf Guernsey Festungen errichten, Kartoffeln in die Hände drückt.
Juliet (Lily James) taucht nach Kriegsende in das Inselleben ein. Sie ist Schriftstellerin und kommt ursprünglich, um einen Artikel für die London Times. Elle se retrouve à l’office de poste d’Eben (Tom Courtenay), aussi membre du cercle littéraire, un peu par hasard pour demander s’il existe des chambres à louer sur l’île, encore détruite par les bombardements allemands. Un voyage à Guernesey qui trouve son origine dans la lettre que lui a précédemment écrite Dwayne, l’éleveur de porc. Celui-ci voulait savoir si la romancière pouvait lui procurer un livre qu’il ne trouve plus sur l’île.
Ein Kampf um die Wahrheit
C’est là où commence l’acharnement de l’écrivaine. Elle a la ferme volonté de savoir les secrets humains qui déchirent et unissent à la fois les membres du cercle littéraire. Les cinq personnages se dévoilent dès lors les uns après les autres. Même le petit Eli (Kit Connor), déjà féru de littérature, dévoilera des indices. Ce dernier a été séparé de sa famille dès la petite enfance au moment de rapatrier tous les enfants de l’île sur le continent britannique pour les sauver.
Dem Filmemacher ist es gelungen, diese Übergänge von einer Geschichte zur nächsten mit einer unglaublichen Leichtigkeit zu gestalten, als würde sich der Film ganz selbstverständlich, treffend und mitfühlend auf den endgültigen Ausgang zubewegen.
Wie lässt sich die Kritik zu einem Film beenden, von dem man sich wünscht, er wäre endlos und unendlich wie ein guter Roman? Vielleicht einfach mit dieser Frage. Oder vielleicht mit der Beschreibung einer – viel zu kurzen – Szene, die ein Gefühl auf den Punkt bringt, das im Mittelpunkt der gesamten Handlung steht: die Zuneigung zum Nächsten, koste es, was es wolle.
Quelques secondes pour montrer l’essentiel
Die Szene spielt auf einer Wiese, in der Nähe einer Felswand auf der grünen Insel der Hoffnung, wie es die Worte von Llorca immer wieder besingen werden, zwischen den Gräsern, dem verschwommenen Filmbild, Juliettes Spiel mit der kleinen Kit (Florence Keen) und der stillstehenden Zeit. Die Autorin wird so Teil von etwas, das mehr ist als nur ein einfacher Literaturkreis.
Tout le film est dans cette succession d’images éphémère à la manière d’un diaporama: l’insouciance, l’amour, la joie, les blessures profondes et l’envie de les cicatriser avec de l’affection. Une scène au-delà de l’espace-temps du film ou même de notre réalité, quelque part entre un paradis désiré et la terre ferme sous nos pieds. Un instant que l’on connaît!
Beim Verfassen dieser Zeilen bleibt ein Gefühl von Nostalgie und einem Déjà-vu zurück, das so nah und angenehm ist. Als hätten wir eine Gruppe von Freunden entdeckt, die durch die Geschichte und eine Liebe verbunden sind, die so ewig ist wie eine Welle, die sich endlos an einem Riff bricht. Oder wenn die Objektivität zugunsten einer Subjektivität weicht, die durch die Emotionen des Films hervorgerufen wird. Ein Erfolg, wenn man an das Ziel jeder Kunst denkt: zu berühren.
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