La Brasserie, mitten in Montreux
Die Freitage der Mikrobrauerei - Jonas Follonier
Heute ist etwas Besonderes. Heute ist ein Festival. In Montreux herrscht eine Atmosphäre der Qualität. Qualität der erwarteten Konzerte, Qualität des Panoramas, Qualität der Menschen. Vor den Auftritten von Etienne Daho und Paolo Conte, die um 20:00 Uhr beginnen, muss man doch gut essen, oder? In der Brasserie gibt es ein gut gebratenes Hähnchen mit Kartoffeln. Und dazu ein bernsteinfarbenes Bier.
Es stellte sich heraus, dass das Lokal für seine Biere bekannt ist, die man dort bestellen kann und die zum Dekor einer Pariser Brasserie passen, das den Charme des Ortes ausmacht. Am Telefon hatte man mich nicht belogen. Breite Sitzbänke, Fliesenböden, raffinierte Getränke und Speisen, freundliches Personal. Das war's dann aber auch schon mit der Verkostung mit dem Barkeeper, der die Perfektion des Tages nicht beeinträchtigt.
Jonas Follonier: Warum auf Schweizer Biere setzen?
Lucas Denuzière: Es geht vor allem darum, das Schweizer Know-how zu unterstützen. Wir arbeiten aus mehreren Gründen mit der Brauerei Doctor Gab's zusammen: Zunächst einmal, und das ist das Wichtigste, handelt es sich um Qualitätsprodukte; außerdem verwenden sie Schweizer Zutaten, was ein Zeichen von Intelligenz ist, und wir haben eine internationale Kundschaft, die daher erwartet, helvetische Getränke zu probieren; und schließlich setzt Doctor Gab's bei der Verarbeitung ihrer Gläser auf kurze Kreisläufe. Übrigens: Doctor Gab's wird morgen seine neue Brauerei in Puidoux eröffnen.
Wie sehen Sie als Barkeeper den Trend zu handwerklich gebrauten Bieren?
Das ist in der Tat eine Modeerscheinung. Was mich interessiert, ist die Qualität. In der Schweiz gibt es viele Mikrobrauereien, es ist sogar das Land mit den meisten Mikrobrauereien pro Einwohner, sagen Sie mir: Nun, es stellt sich heraus, dass einige von ihnen gute Produkte herstellen und andere nicht. IPA-Bier ist der große Trend: Ich persönlich mag diese Biersorte nicht so gerne. Wie auch immer, das Phänomen der handwerklich gebrauten Biere muss auf jeden Fall ernst genommen werden. Gemeinsam mit meiner Managerin werden wir ein spezielles Bier auf den Markt bringen, das sich je nach Jahreszeit ändern wird, damit es besser zu den Gerichten passt, die das Restaurant anbietet.
Sie sind aus Frankreich nach Montreux gekommen und arbeiten seit zwei Jahren hier. Wie fühlen Sie sich in Montreux mit seinem berühmten Festival, das heute beginnt?
Das ist lustig: Ich komme aus einem Dorf in der Nähe von Vienne im Rhône-Tal, und in Vienne gibt es auch ein sehr bekanntes Jazzfestival, das zu den zehn besten der Welt gehört. Ich finde, dass das «Festival jazz à Vienne» familiärer und jazzorientierter ist als das Festival in Montreux, das sehr genreübergreifend ist. Persönlich ist das nicht so mein Musikstil, und Menschenmengen sind auch nicht meine Stärke. Dafür gefällt mir die Schweiz sehr gut, vor allem die Genferseeregion. Montreux ist eine Stadt mit dörflicher Atmosphäre!
Schreiben Sie dem Autor : jonas.follonier@leregardlibre.com
Fotocredit: © Brasserie J5
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