«Roxane» - ein Film, der eher vielversprechend als erfolgreich ist
Les mercredidis du cinéma - Jonas Follonier
Guillaume de Tonquédec und seine Hühner: So könnte man das Filmerlebnis zusammenfassen, das Ihnen derzeit auf den Bildschirmen geboten wird. Wenn Roxane die Leidenschaft für die Sprache menschlich hervorhebt und die tragische Realität mancher Bauern malt, fällt es schwer, darin ein vollendetes Werk zu sehen.
Es ist die Geschichte eines Züchters der seine Leidenschaft für die Poesie entdeckt und nach der Bekanntgabe, dass er die dass die örtliche Genossenschaft ihre Eier nicht mehr verkaufen wird, aus dem, was er als was einst eine Komplizenschaft mit seinen kleinen Damen auf Beinen war, zu einem Stoff, der um YouTube-Aufrufe zu gewinnen. Und damit Sichtbarkeit - und Geld, um die den Bauernhof der Familie zu retten. Die Ausgangsidee des Drehbuchs ist gut und der Besetzung ausgezeichnet. Man hätte nicht erwartet, Guillaume de Tonquédec in der Rolle eines Viehzüchters zu sehen. eines Hühnerzüchters und man kann sagen, dass ihm das ziemlich gut gelingt.
Abgesehen von der Leistung der Schauspieler, die im Großen und Ganzen tadellos ist, gibt es aus künstlerischer Sicht nicht viel zu retten. Das Schlimmste war die Fotografie: Manchmal kommt man sich vor wie in einem Dokumentarfilm, weil die Kamera so wackelig ist und das Bild einen nicht erschüttert. In diesem kleinen Landstrich hätte man viele gute Aufnahmen machen können, abgesehen von dem gelungenen Dialog des Protagonisten mit seinen Hühnern. Die Originalmusik ist auch nicht so gut, wie man es von anderen Filmen dieser Art gewohnt ist.
Wo man etwas zurücklassen muss an Roxane von Mélanie Auffret neben dem Spiel der Schauspieler vor allem die Emotionen, die die Regisseurin dem Zuschauer zu vermitteln versucht hat. Auch wenn das Ergebnis eindeutig durchwachsen ist, ist der Ansatz dennoch zu begrüßen. Sie ist umso lobenswerter, als sie die offensichtliche und doch so sehr ignorierte Tatsache würdigt, dass Kultur für alle Menschen möglich ist. Und natürlich die schreckliche Tatsache, dass sich in Frankreich alle drei Tage ein Landwirt das Leben nimmt. Diese Realität hat Guillaume de Tonquédec bei der Vorbereitung auf seine Rolle bei Bauern wirklich verstanden, wie er uns bei der Vorpremiere mitteilte.
Schreiben Sie dem Autor: jonas.follonier@leregardlibre.com
Fotocredit: © Pathé Films
| ROXANE |
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| FRANKREICH, 2018 |
| Regie: Melanie Auffrey |
| Drehbuch: Michaël Gewünscht |
| Dolmetschen: Guillaume de Tonquédec, Léa Drucker, Lionel Abelanski |
| Produktion: Foucauld Barre |
| Verteilung: Mars Filme |
| Dauer: 1h28 |
| Ausgehen: 12. Juni 2019 |
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