Das Werk als Ort der Erinnerung

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geschrieben von Vinciane Vuilleumier · 25. März 2021 · 0 Kommentare

Le Regard Libre Nr. 71 - Vinciane Vuilleumier

Serie «Außerhalb des Rahmens», Episode 2

Das Gedächtnis ist elastisch: Man kann es nach Belieben konfigurieren - und das muss man auch. Das erfordert natürlich eine gewisse Askese, denn in der Menge gehen die Reliefs verloren: "Wählen heißt verzichten", sagte André Gide. Und genau das ist der Schlüssel: Die Menge der Inhalte, die durch unser Bewusstsein fließen, zu reduzieren, unsere Aufmerksamkeit gezielt zu lenken, damit bestimmte Inhalte zu Knotenpunkten werden - zu Knotenpunkten in einem Gedächtnisnetz, das wir wie ein Kunstwerk gestalten.

J'aime l’expression des lieux de mémoire, parce qu’ils peuvent naître à toute occasion, profondément intimes et pourtant communicables: ils sont les espaces métaphoriques qu’ouvre dans la conscience tout souvenir spatialisé d’un contenu intensément vécu. Ce sont des lieux vivants, qu’on visite à loisir, où lâ€

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