Fotos als «pädokriminell» eingestuft: «Wie Facebook mich verbannt hat».»
Alexandre Sattler Rakhul
Der französische Fotograf und Videokünstler Alexandre Sattler wurde von dem sozialen Netzwerk gesperrt, das einige seiner Bilder als «pädokriminell» einstufte. Sehr aufgebracht erzählt er hier von seinem Missgeschick und prangert die Nutzung künstlicher Intelligenz durch die GAFA an.
Hier ist die Geschichte. Zuerst habe ich dieses Bild auf meiner Seite gepostet Alexandre Sattler - Gaiaimages Photography.

Es handelt sich um ein Foto, das während einer Reportage in Bangladesch aufgenommen wurde, um die Lebensbedingungen eines Teils der Bevölkerung anzuprangern, der keine andere Wahl hat, als entlang der Bahnschienen zu leben. Erste Warnung von Facebook (es stimmt, man kann ein kleines Stück Pimmel sehen, ich akzeptiere das Urteil, bin aber immer noch perplex).
Eine zweite Warnung
Anschließend poste ich anlässlich des Internationalen Tags der Frauenrechte am 8. März dieses Bild:

Aus Gründen, die ich nicht verstehe, erhalte ich eine zweite Warnung von Facebook.
«Kindliche Nacktheit» und «Pädokriminalität»
Einige Monate später, zum Beginn des neuen Schuljahres, poste ich diese Fotografie von jungen Himba-Schülern. Sie zeigt das Volk der Himba in Namibia, ein halbnomadisches Volk, das zu den wenigen gehört, die ihre Traditionen in Bezug auf Kleidung und Kultur noch bewahren.

Ich habe es nicht kommen sehen, aber was kann man schon gegen Algorithmen tun, die neue Standards setzen und die Sicht auf die Welt glätten? Facebook verurteilt die kulturelle Vielfalt und die Arbeit von Fotografen.
Und nun ist seit einigen Tagen meine Facebook-Seite Alexandre Sattler - Gaiaimages Photography wurde von dem sozialen Netzwerk gesperrt, weil sie ein Foto von Rakhul, einem kleinen indischen Jungen, der in einem Vorort von Pondicherry lebt, gepostet hatte. Dies ist das Bild, das von der Plattform als pädokriminell eingestuft wurde:

Das Langweiligste an dieser Geschichte, ist unsere Ohnmacht gegenüber den GAFAMs; Ich muss ungerechte und freiheitsfeindliche Entscheidungen akzeptieren, ohne die Möglichkeit zu haben, einen Ansprechpartner zu haben. Ich werde mit dem Diktat eines Algorithmus konfrontiert, dem es an gesundem Menschenverstand fehlt... Manchmal macht mir die Zukunft wirklich Angst.
Kurzum, ich kann nicht mehr auf Facebook kommunizieren, also erlaube ich mir einen guten alten «Newsletter», um Sie auf mein neuestes Buch aufmerksam zu machen, mit Rakhul auf dem Titelbild. Dieses Buch soll eine Hommage an das sein, was uns jenseits des Virtuellen vereint und zusammenbringt. Das Lächeln.
Dieser Text wurde vom Autor zunächst als Newsletter veröffentlicht und uns dann zur Veröffentlichung in unseren Spalten als Erstveröffentlichung übermittelt.

Alexandre Sattler
Lob des Lächelns
Vorwort von David Le Breton
Hozhoni Verlag
2022
Seiten
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