Katharina Fontana gewann den Bonny-Preis für Freiheit 2024

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geschrieben von Le Regard Libre · 16. August 2024 · 0 Kommentare

Der Freiheitspreis 2024 der Bonny-Stiftung wurde an die «NZZ»-Journalistin Katharina Fontana verliehen. Die Preisverleihung fand am Donnerstag in Bern vor über 650 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur statt.

Der mit 100.000 CHF dotierte Freiheitspreis der Bonny-Stiftung ging in diesem Jahr an die bekannte Journalistin der NZZ, Katharina Fontana.

In seiner Laudatio beschrieb der Vizepräsident der Stiftung, Beat Brechbühl, sie als Freiheitsidealistin mit mutigen Zeilen und klaren Aussagen: «Es ist kein Zufall, dass wir Katharina Fontana den Freiheitspreis im Kant-Jahr verleihen, denn die Trias der Kantischen Lehre ist im heutigen Journalismus selten geworden: das Sapere aude (“Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!”) hat es schwer, sich im Kampf um die Aufmerksamkeit, die von den Einschaltquoten diktiert wird, durchzusetzen.»

In einer Erklärung der Stiftung heißt es: «Der kategorische Imperativ wurde durch den Meinungsjournalismus woke ersetzt. Und die erkenntnistheoretische Synthese “Gedanken ohne Materie sind leer; Intuitionen ohne Konzepte sind blind” droht in einem Einheitsbrei zu versinken... Katharina Fontana ist zurück bei der NZZ seit 2021 als Senior Editor - das ist kein Zeichen von Alterung, sondern eine Auszeichnung und offensichtlich ein Pass für grundlegende Fragestellungen, ein Pass in die Tiefe. Sie schreibt über viele Themen und tut dies mit stilistischer Eleganz und einer besonders spitzen Feder. Vor allem aber argumentiert sie mit kühler Vernunft, wo andere sentimentale Empörung kultivieren».»

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Der Stiftungsrat sagte, er sei «beeindruckt von diesem rebellischen Charakter, dieser Unabhängigkeit von Mode und Zeitgeist sowie von diesem inneren Kompass, der sich konsequent an Freiheit, persönlicher Verantwortung und den Kant'schen Tugenden Disziplin, Fleiß und Bescheidenheit orientiert...» gewesen.»

Dieser Preis sollte ein Alarmsignal und ein Weckruf für die Vernunft sein, betonte Beat Brechbühl:

«Für den gesunden Menschenverstand als Grundlage.
Für die Proportionalität als Grundstein.
Für Freiheit als Perspektive».»


Über die Bonny-Stiftung für die Freiheit

Die parteipolitisch unabhängige Stiftung nominiert jedes Jahr eine Persönlichkeit oder eine Organisation, die sich durch ihren Einsatz für die Erhaltung der Freiheit ausgezeichnet hat. Der Preis für die Freiheit wird seit 2013 verliehen und ist mit 100.000 Schweizer Franken dotiert. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Jérémie Bongiovanni, Nicolas Jutzet und Diego Taboada von Liber-thé, Alt-Bundesrat Kaspar Villiger, die Unternehmerin Franziska Tschudi Sauber, der Präsident des Filmfestivals Locarno Marco Solari und die Professoren Peter Gomez, Suzette Sandoz und Silvio Borner.

Die in Bern ansässige Stiftung unterstützt Projekte, die sich für die liberale Gesellschaftsordnung und die Marktwirtschaft einsetzen. Sie gehört unter anderem zu den Initiatoren des Deregulierungspreises «5vor12» und unterstützt die Projekte Wunsch-Schloss Thun und Youngpreneurs an Gymnasien, sowie Publikationen in den Bereichen Gesundheit, Medien und Energie und andere zivilgesellschaftliche Aktivitäten.

Dem Stiftungsrat gehören an: Jean-Pierre Bonny (Präsident), Beat Brechbühl (Vizepräsident), Gerold Bührer, Etienne Jornod und Beat Kappeler.

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