Musik Analyse

Die Melodie als Grundlage der musikalischen Sprache

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geschrieben von James Lyon · 27. Mai 2025 · 0 Kommentare

Es gibt keine Harmonie ohne Melodie. Letztere ist in der Musik das Erste, und der englische Begriff tune hilft, ihr sowohl klangliches als auch semantisches Wesen besser zu erfassen.

Das sorgfältige Studium der musikalischen Phylogenese fordert uns auf, «Melodie» aus einem besonderen und herausragenden Blickwinkel zu betrachten. Der englische Begriff «tune" ist besser geeignet, um das Wesen der Melodie zu erfassen. Die Londoner Komponistin Imogen Clare Holst definierte es folgendermaßen: "Englische Musiker haben das Glück, das Wort tune zu besitzen. In Amerika, wo die Musikwissenschaftler in der deutschen Tradition erzogen wurden, sind sie gezwungen, sich bei jeder Gelegenheit mit Melodie zu begnügen, ob sie nun Sweet Polly Oliver oder das Adagietto aus Mahlers Fünfter Symphonie beschreiben. Die Amerikaner neigen dazu, unser Wort tune zu verachten und es als »einen volkstümlichen Begriff für jede klare und eingängige Melodie" abzutun".

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James Lyon
James Lyon

James Lyon ist Musikhistoriker und Autor zahlreicher Bücher über Bach, Hymnologie, Pestalozzi und englische Folklore. Er war Mitglied zahlreicher Pariser Orchester: Pasdeloup, Lamoureux und Radio France.