Robert Nozick schlägt eine originelle Interpretation des liberalen Programms vor: nicht eine Minimierung des Staates, sondern ein politischer Rahmen, der es jedem ermöglicht, seine eigene Vorstellung von einem guten Leben auszuprobieren.
Die libertäre Strömung in den USA, deren wichtigste Figur Murray Rothbard war, hat den dogmatischen Anti-Etatismus verlassen und sich mit der populistischen Rechten verbündet. Diese Entwicklung wirft für die Liberalen eine zentrale Frage auf: Wie weit kann man sich verbünden, ohne sich selbst zu verleugnen?
Die Intensivierung des Handels nach 1989 hat die Vorstellung von einer Welt genährt, die von Kooperation bestimmt wird. Heute erschüttern geopolitische Rivalitäten diesen Glauben und gestalten die Wirtschaftsbeziehungen neu.
Bevor der Iran zur «Achse des Bösen» gehört, um die Rhetorik der Bush-Jahre zu zitieren, oder Ziel der Operation Epic Fury ist, ist er vor allem ein Land mit einer mehrere tausend Jahre alten Kultur, die sich vor allem in seinem erschütternden Kino ausdrückt.
Angesichts der Rückkehr des Protektionismus ist es wichtig, daran zu erinnern, dass es keinen Wohlstand ohne Handel, Wettbewerb und Arbeit gibt. Für Liberale besteht die Herausforderung nicht darin, sich zurückzuziehen, sondern neue Allianzen mit der Welt von morgen zu schliessen.
Der Liberalismus hatte zwischen 1830 und 1835 die Gelegenheit, allein zu regieren. Sein Misstrauen gegenüber dem Staat hinderte ihn daran, dieses Experiment fortzusetzen. Seitdem musste er sich verbünden, um seinen Einfluss zu wahren. Aber mit wem?
Der eine enthüllt, wie Gesellschaften sich durch die Benennung von Schuldigen zusammenschliessen. Der andere will der Gewalt durch Macht ohne Gegengewicht ein Ende setzen. Alles scheint zwischen ihnen zu stehen, doch ihre Ideen bilden ein intellektuelles Fundament für die Volksauffassung von Donald Trump und J.D. Vance.
Der Begriff Populismus ist eine moderne Erfindung. Er sagt jedoch nichts über eine Dynamik aus, deren Haupttriebfeder bereits in der Antike zu finden ist: die Kritik an den Unzulänglichkeiten des politischen Systems mit dem Ziel, dieses zu verbessern.
Laut einer Studie aus dem Jahr 2019 behalten 90% der Menschen ihr Telefon im Auge, wenn sie fernsehen. Dies veranlasst Drehbuchautoren, sich eher auf den gesprochenen Text als auf das Bild zu konzentrieren.