Der Genfer, der über das Weisse Haus wacht
Die Statue des Genfers Albert Gallatin vor dem Schatzamt in Washington D.C. Foto: Nicolas Brodard für Le Regard Libre
Die USA befinden sich in einer Zeit der tiefen Spaltung. Bei einem Spaziergang durch die Hauptstadt fiel mein Blick auf die Statue von Albert Gallatin: Das Leben dieses Schweizers, der in seinem Geburtsland vergessen wurde, ist eine wertvolle Lektion für das heutige Amerika.
Als ich zur Zeit der Wahlen im Jahr 2024 in Washington D.C. war, hatte ich das Bedürfnis, das Weiße Haus in natura zu sehen. Dieses vertraute und zugleich ferne Symbol der Macht. Auf dem Weg dorthin war mir ein Genfer begegnet: Albert Gallatin (1761-1849). Seine große Bronzestatue thront allein vor dem Treasury Building, dem Sitz des US-Finanzministeriums. Das Gebäude befindet sich direkt neben der Residenz des Präsidenten. Auf dem Podest liest der Tourist überrascht, dass Gallatin ein «genius of finance» und ein «champion of democracy» war. Neugierig geworden, fragte ich mich, wie es wohl zu dieser Ehrung gekommen war.
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