Die Versuchung, eine Industriepolitik zu betreiben, schwebt über der Schweiz. Doch die jüngste Wirtschaftsgeschichte – von der Uhrenindustrie bis zum Fiasko des Atomreaktors in Lucens – zeigt, dass staatliche Eingriffe die Volkswirtschaft eher schwächen als stärken.
Der Protektionismus wird oft als natürlicher Feind des Wohlstands angeprangert und ist ein beliebtes Mittel, um Karikaturen zu zeichnen. Wenn man ihn...
Die US-Zölle sind ein Symbol für das Wiederaufleben des Merkantilismus. Imperiale Rückzugsgebiete, Ressourcenknappheit, militarisierter Handel: Mit dem Ende des Freihandels kehrt die Weltwirtschaft zu ihren alten Reflexen zurück. Ein Nullsummenspiel, bei dem alle verlieren, außer denen, die die Regeln diktieren.
Ich war gekommen, um meinen dreißigsten Geburtstag in der Stadt des Karnevals zu feiern. Doch hinter den Gondeln entdeckte ich vor allem eine alte Republik, die auf Wasser, Ordnung und Handel aufgebaut war. Eine Vorläuferin des Freihandels, die in Zeiten protektionistischer Rückzugsgefechte aktueller denn je ist.
Spitzensportler in Usbekistan werden oft als Sprachrohr für die Weltoffenheit, aber auch für die langsame wirtschaftliche Liberalisierung innerhalb des Landes angesehen.
Der Kontinent hatte jahrhundertelang freien Handel und dezentralisierte Institutionen, bevor die Kolonialherren kamen. Heute liegt die Wiederbelebung Afrikas in den Händen seiner Bürger.
Jean-Louis Thiériot, Rechtsanwalt und Historiker, Abgeordneter der Republikaner im dritten Wahlkreis von Seine-et-Marne, ist der Autor der ersten Biografie von Margaret Thatcher in französischer Sprache. Zehn Jahre nach ihrem Tod blickt er auf eine Persönlichkeit zurück, die die Geschichte geprägt hat.
LONG FORMAT ARTIKEL, Diego Taboada | Die Europawahlen 2019 werden in den meisten Medien als Referendum für oder gegen Einwanderung dargestellt. Warum sollte man sie nicht als Gelegenheit sehen, das System als Ganzes zu überdenken und endlich Reformen zur Rettung der Europäischen Union vorzuschlagen?
Der Freihandel ist nicht mehr zeitgemäß, weniger weil die Politiker nicht daran glauben, sondern weil sie die Bevölkerung lieber belügen, als den Mut zu haben, ihnen die Vorteile offener Märkte zu erklären. Das jüngste Beispiel CETA belegt dies.