«So wie es ist» zu lieben, bedeutet, zu verachten

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geschrieben von Pierre Valentin · 01. August 2026 · 0 Kommentare

Eine der eindringlichsten Aufforderungen im öffentlichen Raum besteht darin, uns dazu aufzufordern, uns «so zu lieben, wie wir sind» – ein Satz, auf den in der Regel ein Aufruf zur «Entschuldung» folgt.

Dieser Gedanke erstreckt sich nun auch auf die Erziehung von Kindern, also auf Wesen, die gerade die lästige Angewohnheit haben, nie lange «so zu bleiben, wie sie sind». Dieser ständige Wandel ihres Wesens ist übrigens eines der Merkmale, die sie am stärksten von Haustieren unterscheiden, die in ihrem täglichen Verhalten «statischer», beständiger und vorhersehbarer sind.

Um sich zu entwickeln, braucht das Kind zwei Botschaften gleichzeitig: «Ich werde dich lieben, egal was du tust», aber auch «Ich weiß, dass du es besser kannst». Die erste Botschaft vermittelt beruhigenden Trost, die zweite anregende Hoffnung. Man verbindet

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Pierre Valentin
Pierre Valentin

Der Essayist Pierre Valentin, u. a. Autor von «Malaise dans la génération Z» (Gallimard, Mai 2026), unterhält sich auf seinem YouTube-Kanal «Transmission» mit Intellektuellen.