Die mediale Realität und die Vermittlung der Realität
Foto: Nicolas Brodard
Medienberichterstattung bedeutet, individuelle oder kollektive Interpretationen der Realität zu verbreiten. Als Vermittlerin prägt sie die Erzählungen, durch die wir uns die Welt vorstellen. Doch womit werden wir eigentlich konfrontiert, wenn wir uns informieren?
Wir entwickeln uns weiter und definieren uns inmitten einer überfluteten Medienlandschaft, in der jede Geste oder jedes Phänomen des Alltags, jede vorübergehende Empörung, jedes Randereignis potenziell unbegrenzte Sichtbarkeit zu erlangen scheint. Diese Fülle an Signalen entfaltet sich nicht im luftleeren Raum, sondern innerhalb einer regelrechten symbolischen Topografie mit ihren Gipfeln, Tälern und Schattenzonen. So wie einst die Naturlandschaft den Sinnhorizont ländlicher Gesellschaften prägte, so bestimmt diese Medienlandschaft heute unsere Weltbilder: das, was wir gemeinsam als wichtig, dringend oder nebensächlich erachten.
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