Sind Sie auf einem Smartphone?

Laden Sie die App Le Regard Libre aus dem PlayStore oder AppStore herunter und genießen Sie unsere App auf Ihrem Smartphone oder Tablet.

Herunterladen →.
Nein danke
Startseite » «Burning» - wenn das Kino eine Sehnsucht hinterlässt

«Burning» - wenn das Kino eine Sehnsucht hinterlässt2 Leseminuten

von Loris S. Musumeci
0 Kommentar

Mittwochs im Kino - Loris S. Musumeci

« - Fragst du nicht, was das Problem ist?
- Probleme gibt es immer».»

Ein weißer Lieferwagen, der von hinten gefilmt wird, ein junger Lieferant, der eine Zigarette raucht. Dieser schultert seine Pakete und bringt sie in ein Geschäft. Am Eingang sind zwei Mädchen damit beschäftigt, die Artikel anzupreisen. In Outfits sexy, Sie tanzen vor der Tür und bieten den Kunden eine Tombola an. Der Lieferant kommt heraus und wird mit seinem Vornamen angesprochen. « Jongsu!» Er geht auf die Werbetänzerin zu. Offenbar kennen sie sich. Jongsu kann sich nicht daran erinnern. Auf jeden Fall entwickelt sich zwischen den beiden eine stille und seltsame Freundschaft. Ohne lange zu zögern, endet das Wiedersehen im Bett mit einem sexuellen Abenteuer. Das Mädchen geht auf eine Reise. Nach ihrer Rückkehr bittet sie Jongsu, sie vom Flughafen abzuholen. Doch sie wird von einem «koreanischen Gatsby» begleitet. Aus dem neuen Duo wird ein Trio und der allgemeine Albtraum wird sichtbar.

AAA00728_Kopie

Das Liebesdreieck von Burning.

Burning zeichnet sich vor allem durch seine Fotografie aus. Der Regisseur Lee Chang-dong wollte ernste und präzise Themen behandeln, aber das Privileg der Sprache dem Bild überlassen. Die Szenerie ist nichts anderes als die Banalität des Alltags, sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. Die Eingänge der Geschäfte sind mit einem kitschig asiatisch und kapitalistisch. Auf dem Land wiederum sind Müll und Gewächshäuser zu sehen, die das Bild trüben und es dadurch kahler, melancholischer und unheimlicher erscheinen lassen. Dennoch fehlt es nicht an Anmut: Die Kamera nimmt die mutierenden Farben der Sonne auf und bietet auf der Leinwand ein atemberaubendes Schauspiel. Die Figuren selbst enthüllen einen Teil ihres Innersten unter dem orangefarbenen Schein einer untergehenden Sonne.

Wenn das Drehbuch insgesamt recht erfolgreich ist, hat es dies vor allem den Schauspielern zu verdanken - insbesondere den drei Hauptprotagonisten -, die sich auf ein überraschendes Spiel einlassen. Jedes Mitglied des Trios hat seine eigenen Spielmerkmale. So schreiten die Figuren mit einer Haltung voran, die ihnen folgt, bis sie sie bis zum Ende dessen führen, was sie wirklich sind. Thematisch strebt der südkoreanische Film keine Originalität an: Liebesdreieck, Klassenkampf, Phantasien und Realität. Das spielt keine Rolle, denn die Sprache, in der diese Themen vermittelt werden, ist durchaus originell.

Ein besonderes Lob gilt dem Phantasma, insbesondere dem sexuellen Phantasma, das einen noch schwindelerregenderen Samen in den Himmel spritzt. Burning. Es bleibt jedoch noch der allgemeine Wermutstropfen zu erwähnen: Man verliert sich darin. Das Abstrakte und die Vorstellungskraft werden auf ein solches Extrem getrieben, dass der Zuschauer den dunklen Kinosaal in noch dichterer Dunkelheit verlässt. Diese Art von Erfahrung kann funktionieren, aber sie kann auch zu wünschen übrig lassen. Und wir sprechen hier nicht nur von Phantasmen.

« Das ist Pantomime.»

Schreiben Sie dem Autor : loris.musumeci@leregardlibre.com

Bildnachweis: Xenix Films

Das könnte Sie auch interessieren

Einen Kommentar hinterlassen

Kontakt

Le Regard Libre
Postfach
2002 Neuchâtel 2

2025 - Alle Rechte vorbehalten. Website entwickelt von Novadev GmbH