«Schwarzer Fluss»
Mittwochs im Kino - Loris S. Musumeci
«Hören Sie, ein guter Junge wie Sie verschwindet nicht einfach so.»
Kommandant Visconti wird mit dem Fall Dany betraut. Dany Arnault ist an einem Mittwoch verschwunden. Er verließ das Haus am Morgen, um zur Schule zu gehen, ging aber nicht zum Unterricht. Es gibt keine Spur von ihm. Der von Vincent Cassel gespielte Polizist hat jedoch Mühe, sich auf den Fall zu konzentrieren: Er ist zutiefst alkoholabhängig und sein Sohn ist in eine Geschichte von deal. Dennoch lässt er nicht locker. Das Auftauchen eines allzu verdächtigen Verdächtigen, Professor Bellaile, und vor allem die aufkeimende Liebe zu Solange, der Mutter des Opfers, bringen Visconti dazu, über die Rechte, die ihm die Ermittlungen einräumen, hinauszugehen.
Schwarzer Fluss sieht gut aus. Erstens ist der Regisseur nicht irgendwer. Erik Zonca hat zwar eine noch recht dünne Filmographie, hatte aber den César für den besten Film gewonnen für Das Traumleben der Engel, ein großer Erfolg im Jahr 1999. Dann gibt es natürlich zwei Stars, die das Publikum in die Kinosäle locken: Vincent Cassel und Romain Duris. Und hier kommt die Falle, denn das Spiel der Schauspieler ist stark unausgewogen. In den Nebenrollen kann man mal Sandrine Kiberlain schätzen, die hervorragend ist, und mal die Präsenz von Hafsia Herzi bedauern, die nicht in ihrem Element zu sein scheint. Zwischen Cassel und Duris gewinnt letzterer, weil Cassel den alkoholkranken Polizisten überspielt, aber auch, weil Duris in seiner Darstellung von Bellaile äußerst treffend und fesselnd ist.
Übrigens dank des Erfolgs dieser Figur, Schwarzer Fluss bringt das ausgezeichnete Thema der Verwirrung zwischen Fiktion und Realität auf die Leinwand. Das Drehbuch hat seine Schwächen; in diesem Punkt macht es jedoch keinen Fehler. Wo ist die Realität? Wo ist die Fiktion? Dies ist ein Spiel mit Illusionen, das sich nur schwer im Kino vermitteln lässt. Selbst Meister der siebten Kunst wie Roman Polanski sind mit dieser Art von Verfahren gescheitert, denken wir nur an die Katastrophe von Nach einer wahren Geschichte, die im letzten Jahr erschienen war.
Die Fotografie des Films sammelt weiterhin gute Punkte. Es gibt zwar keine wirklich originellen Verwendungen der Bilder für die Handlung, aber die Aufnahmen sind von einer bewundernswerten Feinheit. Die Farbtöne bewegen sich um ein tristes Beige, das typisch für Kriminalfilme ist. Die Farbe wechselt zu grünen oder blauen Lichtern, die die allgemeine Stimmung düsterer und trauriger machen. Alles in allem, Schwarzer Fluss ist in Bezug auf die schauspielerische Leistung durchwachsen, aber das Thema ist sehr komplex und die Wirkung ist gut. Thriller funktioniert gut.
« Ich kann nicht aufgeben. Das Schreiben ist mein Gefängnis».»
Schreiben Sie dem Autor : loris.musumeci@leregardlibre.com
Fotocredit: © Agora Films
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