«Jigsaw» - Ist der Puzzlemörder wieder da?

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geschrieben von Jonas Follonier · 08 November 2017 · 0 Kommentare

Les mercredidis du cinéma - Jonas Follonier

Die Saga Saw geht weiter. Nach dem siebten Teil der blutigen Filmreihe, der den Untertitel «Final Chapter» trägt, kommt nun ein achter Teil auf die Leinwand, der sich um den Bösewicht der Geschichte dreht, der vor zehn Jahren gestorben ist. Der Puzzlemörder Jigsaw scheint wider Erwarten zurückgekehrt zu sein, denn die Polizei hat seine Stimme in neuen Tonaufnahmen entdeckt und Wissenschaftler haben sein Blut an einem Opfer gefunden.

Das ist die Handlung eines Films, der nichts vom Gore-Voyeurismus seiner großen Brüder verloren hat. Ein immerwährendes Gemetzel, das jedoch in seiner Machart variiert. Das ist es, was der Zuschauer erwarten muss, der dieses Phänomen des Horrorfilms von 2004 bis 2010 nicht miterlebt hat. Erschossen, mit Säure verätzt, von Sägen zerfetzt oder erhängt - die Teilnehmer des neuen «Spiels» von Jigsaw (oder seinem Nachfolger) sind den schlimmsten Schandtaten geweiht, obwohl sie mit Geschick und Sorgfalt vorbereitet wurden.

Auch wenn die Fülle an Blut und menschlichem Horror schockieren kann (und zum Glück schockiert es!), ist die ganze Kraft von Jigsaw, Die Frage, die das Drehbuch aufwirft, ist, dass John Kramer, alias Jigsaw, in Wirklichkeit gar nicht tot ist. Das ist es, was hoffentlich so viele Menschen dazu bringt, ins Kino zu gehen, um diese Geschichte zu verfolgen. Denn obwohl seine Fallen und Folterungen durch ihre extreme Gewalt entsetzen, fasziniert der mörderische Charakter den Zuschauer trotz allem durch seinen Wunsch nach Gerechtigkeit und seinen Durst nach Wahrheit. Ob er nun tot ist oder nicht.

Schreiben Sie dem Autor : jonas.follonier@leregardlibre.com

Bildnachweis: © iHorror

Jonas Follonier
Jonas Follonier

Bundeshauskorrespondent für «L'Agefi», Singer-Songwriter, Jonas Follonier ist Gründer und Chefredakteur von «Regard Libre».

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