Novecento, wenn der Monolog Freiburg bewegt
Le Regard Libre Nr. 33 - Loris S. Musumeci
« Meine letzte Erinnerung an ihn ist eine Stimme. Nur eine Stimme, die spricht».»
Die theatralische Erinnerung, die Freiburg hingegen bewahrt, ist das Festival FriScènes. Wo die Bühne dem Wort Platz macht, es mit ihren Scheinwerfern beleuchtet und im dunklen Saal Stille um sich herum schafft. Vor allem die Stimme des jungen Schauspielers Lionel Fournier hinterließ einen bleibenden Eindruck. Allein auf den Brettern, um den Monolog von Alessandro Baricco unter der nüchternen und berührenden Regie von Cédric Jossen zu interpretieren.
Danny Boodman T.D. Lemon Novecento wurde wenige Tage nach seiner Geburt auf einem Ozeandampfer ausgesetzt. Er wird von einem Mitglied der Besatzung adoptiert und findet sich mit acht Jahren als Virtuose am Klavier des Ballsaals wieder. Mit siebenundzwanzig Jahren lernt er den Erzähler kennen, einen Trompeter, der sich dem Orchester anschließt. « Novecento und ich, da wurden wir Freunde für das Leben, für den Tod.» Dank der engen Verbindung zwischen den beiden Musikern wird dem Publikum die unglaubliche Geschichte des Pianisten, der nie von seinem Schiff herunterkam, geboten.
La pièce est profonde, sans fioritures. Il y est question d’amitié, d’enracinement, de musique, de salut, de choix et d’infini. Tout cela ne sortant du corps que d’un seul homme. Les pauses, déplacements et discrets jeux de lumière réussissent néanmoins à donner du rythme à l’instant artistique, et garder l’attention du spectateur pendue au tendre récit de Novecento.
Schreiben Sie dem Autor : loris.musumeci@leregardlibre.com
Crédit photo : © media.fondationinterface.ch

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