Des insectes dans l’assiette?

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geschrieben von Hélène Lavoyer · 28. August 2017 · 1 Kommentar

Blick auf die Aktualität - Hélène Lavoyer

Diese Woche gab es ein Schweizer Ereignis, das nicht von den traurigen Nachrichten aus Barcelona und den Abenteuern Trumps überschattet wurde: die Ankündigung, dass es nun Steaks gibt... von Grillen, Würmern und Heuschrecken. «Ekelhaft!».

Beim Grillen würzten Vegetarier und Omnivoren die Debatte. Auf der einen Seite stehen die «Befürworter», auf der anderen die Abgeneigten. Es ist verständlich, dass man sich vor Würmern ekelt, die man meidet und die eher für Fäulnis stehen. Heuschrecken und Grillen gehören auf ein Feld.

Es kursieren so viele Informationen über Nahrungsmittel aus Insekten oder Würmern, dass es schwierig ist, etwas über diese als «Entomophagie» bezeichnete Ernährungsweise zu erfahren. Man glaubt, dass sie mehr Protein bei gleicher Nahrungsmenge enthalten, dass Würmer die Welt vor dem Verhungern retten werden oder dass bestimmte wirtschaftliche und ökologische Bedenken dank dieser ekligen Viecher um eine Last erleichtert würden. Sind diese überzeugenden Informationen wirklich wahr? Zwei Milliarden Menschen haben sie zur Grundlage ihrer Ernährung gemacht. Können sie falsch sein?

Die Lösung, auf die wir gewartet haben?

L’Organisation pour l’alimentation et l’agriculture (Food and Agriculture Organization) a rendu public un dossier dans lequel il est question non seulement des avantages de manger des insectes, mais également des raisons pour lesquelles cela semble être «la» solution.

Par exemple, la consommation de viande et de poisson – sources principales de protéines pour beaucoup de personnes – n’a cessé de croître au cours des dernières décennies, à tel point que la question se pose aujourd’hui: comment répondre à cette demande? De plus, le coût environnemental de ces types de production est gigantesque. La FAO a placé les insectes dans la liste des aliments qui pourraient bien aider à annihiler ces problèmes, parmi pois, algues, champignons et même viande «in vitro».

Eine europäische Premiere

Doch die Lebensmittelrevolution, die versucht, in Gang zu kommen, hat Mühe (ja, weil «es eklig ist»), sich ein gutes Publikum zu schaffen. Die Schweiz ist also das erste europäische Land, das solche Ideen der Öffentlichkeit zugänglich macht, und trotz der im Mai 2017 erhaltenen Verkaufsgenehmigung hat sich Coop erst für den 21. August entschieden. Das Migros-Unternehmen hingegen hat die Branche noch nicht konkret genutzt. In den Umfragen der Berner Fachhochschule (BFH) gaben weniger als 10% der Schweizer an, dass sie bereit wären, es zu versuchen, obwohl 32% «nicht grundsätzlich dagegen» sind, es zu probieren.

Zum Glück, denn Insekten haben wir alle zumindest indirekt gegessen. Achten Sie darauf, ob Ihre Lebensmittel den Lebensmittelzusatzstoff E120 enthalten. Dieser unscheinbare, aber durchaus vorhandene Farbstoff - zum Beispiel in Campari, einigen Joghurts und M&M's - wird aus Cochenille hergestellt, einem Gliederfüßer, der in Südamerika beheimatet ist. Einige Quellen berichten, dass es jedoch möglich ist, die aus Dactylopius coccus gewonnene Farbe chemisch nachzubilden.

Gesundheit geht vor

So eklig Insekten auch sein mögen, sie sind voll von Nährstoffen, die für den Menschen wichtig sind. Sie enthalten viel Eiweiß und Mineralien, und einige Arten sind eine gute Quelle für gesunde Fette. Auch Eisen und Zink sind in unseren verhassten Kreaturen reichlich vorhanden.

Et lorsqu’il est question de santé, c’est aussi d’hygiène qu’il faut parler. Si l’élevage intensif comme pratiqué de nos jours présente des risques de zoonoses – des infections transmises d’animal à humain, comme la grippe aviaire, la maladie de Lyme et même Ebola –, ils sont plus faibles dans les élevages d’insectes. La plus grande attention doit être portée au nettoyage de l’environnement dans lequel l’élevage évolue. Il s’agit par exemple de mettre en place des cages à trous, par lesquels passent les déjections animales afin qu’ils ne s’en nourrissent pas, et de vider, désinfecter, replacer le bac où elles se sont déposées. Les aliments doivent également attirer l’oeil attentif de l’éleveur: pas question de laisser pourrir quoi que ce soit.

Eine Antwort auf Umweltbedenken

Und dann kommt diese Zahl: acht Kilogramm. Das ist die Menge an Nahrung, die für die Produktion eines einzigen Kilogramms Rindfleisch benötigt wird, während für ein Kilogramm Insektenfleisch nur zwei Kilogramm nötig sind. In der Tat sind Insekten die «perfekten Kinder» der Tierwelt, da sie fast jedes Nahrungsmittel verzehren. Keine Futtermittel, keine Zusatzstoffe, keine Sojabohnen und keine Gräser! Die Tiere sind mit organischen Abfällen zufrieden.

Auch in Bezug auf den Wasserverbrauch und die Treibhausgasemissionen ist die Bilanz positiv. Die Zahlen sind rasant: Während für die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch mindestens 13.500 Liter Wasser benötigt werden (wobei das Wasser für die Produktion des Futters und den Eigenverbrauch des Tieres mit eingerechnet wird), bieten nur wenige (je nach Quelle zwischen einem und acht) ein Insektensteak mit demselben Gewicht an.

Das «Aber», das man vermeidet zu sagen

Chanter la gloire des insectes, oui, sans oublier pour autant qu’ils présentent de réels risques pour l’homme. Tout d’abord et comme pour n’importe quelle denrée alimentaire, il y a des risques sanitaires qui se doivent d’être connus, qu’il est indispensable de savoir contrôler par une mise en place de règles strictes. Les principaux dangers de l’élevage d’insectes et de vers sont phyisques (c’est-à-dire que certaines parties des petites bêtes pourraient être mal digérées voire «cassées», comme le dard ou la rostre), chimiques bien sûr, par les pesticides ou polluants organiques qui pourraient contaminer la culture ou encore aux conditions d’élevage et de production (empaquetage, période de vie de l’aliment). Les adeptes entomophages devront également donner une attention particulière aux allergènes communs de l’ensemble des espèces arthropodes tels que mollusques, crustacés ou acariens.

In der jahrzehntelangen Notsituation, in der sich die Umwelt befindet, sind viele Initiativen möglich geworden. Die Entomophagie ist eine davon, und das Thema verdient es, sorgfältig behandelt zu werden, so weit wie möglich weg von Konventionen, die den Wandel fürchterlich behindern. Vielleicht war die Schweiz dieses Mal der Vorreiter eines neuen Regimes, und das kleine Land hat mit Sicherheit die Frage nach einer möglichen Offenheit des Geistes und des Magens gestellt.

Schreiben Sie der Autorin: [email protected]

Bildnachweis: © bril.brussels.be

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