«Justice League»: Das Gute besiegt das Böse
Film-Mittwochs - Nicolas Jutzet
Der Film von Zack Snyder präsentiert eine bunt zusammengewürfelte Zusammensetzung von Helden, die darum kämpfen, die Welt zu retten. Oder zumindest zu verhindern, dass sie in der Dunkelheit versinkt. Gegen Steppenwolf alias den “Superschurken” folgt eine Konfrontation auf die andere. Bisher nichts Verwirrendes. Die übliche Besetzung. Der Feind und seine Kämpfer, die sich von der Angst anderer ernähren, scheinen unschlagbar zu sein.
Aber wie so oft, und das ist vielleicht die Grenze dieser Art von Filmen, triumphiert das “Gute”, verkörpert durch Superman (der zu Beginn des Films tot ist, aber wiederbelebt wird, um bei der Mission zu helfen), Batman, Wonder Woman, Aquaman, Flash und Cyborg, am Ende über das Böse. Nebenbei werden, vielleicht unbeabsichtigt, eine Reihe von Klischees ausgedrückt, die gerade in Mode sind. Die Gruppe schlägt den Einzelnen. Die gemischte, bunte, aufgeschlossene Gruppe besiegt den Einzelnen, der aus Egoismus für seine bösen Interessen zu kämpfen scheint, während auf der anderen Seite sogar der schwerreiche Bruce Wayne für das Gemeinwohl kämpft.
Diese Verteidiger der guten Seite fühlen sich mit einer Mission betraut: über den Rest der Zivilbevölkerung zu wachen. Eine Szene veranschaulicht diesen edlen Willen perfekt. Flash, der gutmütige Tollpatsch, eilt mitten im finalen Kampf los, um eine ganz normale Familie zu retten. Man erkennt darin auch die letztlich weit verbreitete Vorstellung, dass eine Elite das Volk vor äußeren Bedrohungen retten muss. Hinter der Einfachheit des Drehbuchs verbirgt sich eine Reihe von Handlungssträngen, die es leicht machen, die Zeit zu maximieren, die man mit aufgesetzter 3D-Brille damit verbringt, Helden zu beobachten, von denen einer stärker ist als der andere, und die mit unerhörter Gewalt, aber stets fair gegeneinander antreten.
Letztendlich scheint es schwierig, diesem x-ten Film, in dem bekannte Helden versammelt sind, einen wirklichen Sinn abzugewinnen – was meiner bescheidenen Meinung nach ermüdend ist. Die Qualität der Bilder und der Schauspieler steht außer Frage (im Gegenteil, die Besetzung ist hervorragend), aber die Wiederholungen könnten den durchschnittlichen Zuschauer – zu dem ich gehöre – ermüden.
Schreiben Sie dem Autor : nicolas.jutzet@leregardlibre.com
Bildnachweis: © Comme au cinéma
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