«Ich bin dein Mensch»: Die Ablehnung eines fertigen Glücks
Nach dem Erfolg der Miniserie Unorthodox, Maria Schrader lädt zu einem Eintauchen in ein futuristisches Berlin ein. Im Rahmen eines außergewöhnlichen romantischen Experiments wird Alma, eine brillante, einsame Archäologin, das Konzept des idealen Partners in Frage stellen. Indem sie drei Wochen ihres Lebens mit dem Humanoiden Tom verbringt, durchläuft die Forscherin eine ideologische Umprogrammierung.
Auch wenn die Handlung des Films, die das Zusammenleben von Menschen und Robotern thematisiert, nicht gerade besonders originell ist (man denke insbesondere an die zahlreichen Filme der letzten zehn Jahre, die sich mit diesem Thema befassen, wie beispielsweise Pacific Rim, Ex Machina, Blade Runner, Alita oder Serien wie Black Mirror und in jüngerer Zeit, Westworld), verdienen die Totaleaufnahmen der deutschen Hauptstadt und ihrer hohen Gebäude unsere volle Aufmerksamkeit. Mit zahlreichen Aufnahmen aus der Froschperspektive und von unten, insbesondere den Szenen vom Balkon von Alma aus, spielt die Regisseurin mit Höhen und Entfernungen. Diese räumliche Tiefe der Einstellungen und das sanfte Licht des Films erinnern unbestreitbar an das Berliner Abenteuer von Esther Shapiro (Unorthodox, 2020). Außerdem, Ich bin dein Mensch ist in helles Licht getaucht, das durch verschiedene Weißtöne noch verstärkt wird, die uns auf subtile Weise an den sterilen Charakter der sich entwickelnden Beziehung zwischen Alma und Tom erinnern.
Etwas weniger subtil sind hingegen Almas Gedanken. Sie werden dem Publikum durch mehrere «subjektive» Einstellungen offenbart, die die Klischees über die Einsamkeit nur noch verstärken; Alma ist eine alleinstehende Frau, traumatisiert durch den vorzeitigen Verlust eines Kindes – das schmerzliche Ereignis, das ihre Beziehung zerrüttet hat. Um ihre Wunden zu vergessen, erlaubt sich die Wissenschaftlerin daher keine andere Beschäftigung als ihre unermüdliche Arbeit und die wiederkehrenden Besuche bei ihrem an Demenz leidenden Vater. Maren Eggerts Darstellung steht jedoch im Kontrast zu dieser leichten Schwere des Drehbuchs; das Spiel der Schauspielerin macht ihre Figur authentisch und lebendiger denn je. Alma erlebt ihre widersprüchlichen Emotionen und diese Erfahrung in ihrer ganzen Fülle und Komplexität. Die Begeisterung der Kritiker und die zahlreichen Preise, die die Schauspielerin gewonnen hat, sind absolut gerechtfertigt.
Dem Humanoiden Menschlichkeit verleihen
Auch Dan Stevens’ Schauspiel ist bemerkenswert. Er verkörpert den perfekten künstlichen Mann auf makellose Weise – eine Rolle, die ihm angesichts seiner anderen Rollen in diesem Genre wie auf den Leib geschneidert ist; man denke nur an den verfluchten Prinzen in Die Schöne und das Biest im Jahr 2017 oder den reichen Anwalt in der Serie Downtown Abbey (2010–2015). Trotz seines starren und mechanischen Gesichtsausdrucks, der so typisch für den Archetyp der künstlichen Intelligenz ist, gelingt es Stevens, uns diesen Roboter mit seinem fragenden Blick sympathisch zu machen. Noch wichtiger ist, dass er uns zum Lachen bringt. Denn die komischen und rührenden Momente hängen oft mit den Beobachtungen und (Nicht-)Reaktionen von Tom zusammen, der angesichts der Vielzahl an Ungereimtheiten, die die Welt der Lebenden ausmachen, verwirrt ist. Dieser robotische Romeo – oder vielmehr sein absoluter Pragmatismus – ermöglicht es, die Menschlichkeit zu hinterfragen, die die Regisseurin in ihrer ganzen Absurdität beschreibt.
Letztendlich erfindet dieser Film die Beziehung zwischen Roboter und Mensch nicht wirklich neu, was ohnehin nicht das vorrangige Ziel von Maria Schrader zu sein scheint. Tatsächlich ist die Beziehung zwischen Alma und Tom nur eine Brücke zum eigentlichen Thema des Films, nämlich der Suche nach Glück und dem Verhältnis zum Vergnügen. Abgesehen vom leichten und unterhaltsamen Charakter der Handlung sind die Lichtspiele und die Kameraarbeit von Benedict Neuenfels überzeugende Argumente dafür, sich den Spielfilm im Kino anzusehen.
Bildnachweis: © Majestic Filmverleih, ard-foto s1
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1 Kommentar
Ce qui est bien également avec ce film, c'est qu'on peut l'aimer à la fois pour les raisons intellectuelles données ici et là, et à la fois pour des raisons purement romanesques (ben oui, je suis blonde, que voulez-vous). Et justement, ce que les commentaires n'abordent jamais, à on regret, c'est la façon dont il faut comprendre la toute dernière phrase d'Alma quand elle "retrouve" (?) Tom, et sur laquelle se termine le film. Mon esprit romanesque voudrait croire que Tom n'est pas une de ces illusions qu'elle a si souvent connues, et qu'il est bien là. D'un autre côté, mon esprit un peu plus critique me pousse à me dire que s'il était là, on le verrait pencher son visage vers celui d'Alma quand elle dit son désespoir, autrefois, de voir que Thomas, dont elle sentait le visage au-dessus du sien, n'était qu'une illusion... Et puis il y a cette conclusion de son rapport sur la possibilité pour un être humanoïde de vivre une relation avec un être humain, conclusion qu'on vient d'entendre, et qui est négative. Donc , à moins que le but soit ici d'illustrer la contradiction humaine, qui dit une chose mais en fait une autre, je crains qu'on ne soit pas vraiment devant un happy ending... Mais bon : peut-être faut-il voir cette fin et la liberté qu'elle nous laisse quant à son interprétation, comme un sacré chouette cadeau !
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