«Mission Impossible: Fallout»

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geschrieben von Le Regard Libre · 08 August 2018 · 0 Kommentare

Les mercredis du cinéma - Nicolas Jutzet

Die Hauptaufgabe für den Regisseur eines “Mission Impossible”-Films besteht darin, in diesem sechsten Teil der James-Bond-Reihe zu überzeugen, ohne zu ermüden. Ohne das Erbe zu verfälschen. Aus Angst, die Puristen zu verärgern. Diese Aufgabe schreckt Regisseur Christopher McQuarrie nicht ab. Er meistert die Hürden perfekt und schafft ein gelungenes Werk, in dem Tom Cruise in seinen besten Jahren brilliert.

Eine fesselnde Handlung

Es ist die Geschichte eines Misserfolgs. Ethan Hunt, der normalerweise immer erfolgreich ist, versagt. Wie ein gewöhnlicher Anfänger. Eine Art Erbsünde für das Monster aus Egoismus und Effizienz, das er ist (oder war?), zumindest auf dem Papier. In dem Bestreben, einen Teamkollegen zu schützen, vergisst er für einige Sekunden, seinen Schatz im Auge zu behalten. Als er wieder zu sich kommt, ist es zu spät. Viel zu spät. Die Fracht ist verschwunden, und die Diebe mit ihr. Doch wie bei all seinen bisherigen Missionen in den vorherigen Episoden macht der Protagonist keine halben Sachen.

Wenn er auf Abwege gerät, bringt er nicht sein bescheidenes Schicksal als waghalsiger Abenteurer in Gefahr, sondern das der gesamten Menschheit. Ihm wurden gerade drei Ladungen Plutonium gestohlen. Mit diesen könnte eine Terroristengruppe, die die Zuschauer von Unmögliche Mission ist sich bewusst, dass die als «Syndikat» bekannte Organisation den Planeten in Schutt und Asche legen will. Zur Erinnerung: In der fünften Folge, «Rogue Nation», hatte das Team der IMF (Impossible Missions Force) die Organisation zerschlagen, indem es ihren Drahtzieher, Solomon Lane, festnahm. Dieser sitzt nun im Gefängnis. Aus der Asche dieser Splittergruppe entsteht eine neue Terrororganisation, «Die Apostel», die nicht weniger gefährlich und überaus entschlossen ist. Sie wollen die Menschheit reinigen, damit sie neu aufleben kann.

Es kann keinen Frieden geben, ohne dass zuvor großes Leid da war. Je größer das Leid ist, desto größer ist der Frieden. Solomon Lane

Paris, die Weiße Witwe sehen und sterben

Nach seinem anfänglichen Misserfolg, der ihm viel Ärger und Kritik eingebracht hat, sieht sich Ethan Hunt unter dem unnachgiebigen Druck der eiskalten CIA-Direktorin Erica Sloane gezwungen, einen geradlinigen Mann namens August Walker zu akzeptieren. Das Problem: Er scheint noch unhöflicher zu sein als unser lieber Ethan. Das Zusammenarbeiten verspricht angespannt zu werden. Zumal der Neuling für seine … schroffe Art bekannt ist.

Das gemeinsame Ziel, das sie verbindet – nämlich ganz einfach die Menschheit vor dem Bösen zu retten, das die Terrororganisation verbreiten will –, lässt sie gewisse Feindseligkeiten beiseite schieben. Der Fokus liegt auf dem Ziel. Nachdem die Sprengsätze in Berlin verloren gegangen sind, spielt sich die Fortsetzung des Plans in einer anderen europäischen Hauptstadt ab. Willkommen in Paris. Dort trifft er – nicht ohne Mühen und Zwischenfälle – auf eine Vermittlerin mit durchdringendem Blick: die Weiße Witwe. Natürlich läuft nichts wie geplant, und der Held muss sich mächtig ins Zeug legen, um sich aus der Affäre zu ziehen. Um das zu schaffen, schießt er öfter, als ihm lieb ist. Die zahlreichen Verfolgungsjagden, das Klettern über Dächer und andere Nahkämpfe bieten die Gelegenheit, Paris (wieder) zu entdecken. Die Stadt der Lichter und ihre Schätze sorgen für eine Portion Sanftheit inmitten dieser Gewalt, die – geben wir es zu – manchmal etwas grob, ja sogar primitiv wirkt.

Der Höhepunkt spielt sich jedoch in einer ganz anderen Kulisse ab, in einer Region, die nicht weniger wunderschön, dafür aber weitaus abgelegener ist. Die Ruhe vor dem Sturm. Kaschmir, eine Bergregion des indischen Subkontinents. Hier entscheidet sich nichts Geringeres als die Zukunft der Menschheit. Werden Ethan und sein schlagkräftiges Team es schaffen, den verschollenen Schatz wiederzufinden? Oder wird Solomon Lane seine Rache nehmen können? Das müssen Sie selbst herausfinden …

Schreiben Sie dem Autor : nicolas.jutzet@lereregardlibre.com

Bildnachweis: © Paramount Pictures

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