«Walking with the wind»

1 Leseminute
geschrieben von Jonas Follonier · 19. März 2018 · 0 Kommentare

Internationales Filmfestival Freiburg - Jonas Follonier

Wir befinden uns in den Gebirgsketten des Himalaya. Ein kleiner Junge namens Tsering legt jeden Tag sieben Kilometer zu Fuß zurück, um zur Schule zu gelangen. Die Landschaften, durch die er wandert, strahlen vor Schönheit, genau wie sein Gesicht und das seiner Klassenkameraden. Sein Rückweg wird sich jedoch als schwierig erweisen, als der zehnjährige Schüler beschließt, einen kaputten Stuhl als Brennholz mit in sein Dorf zu nehmen.

Mit dem Wind gehen ist einer der zwölf Filme, die um den Internationalen Preis für Spielfilme beim Internationalen Filmfestival Freiburg konkurrieren. Der von Praveen Morchhale inszenierte Film hebt sich vom klassischen indischen Kino ab, wie es derzeit produziert wird. Er ist auf einzigartige Weise philosophisch und richtet sich an ein Publikum jeden Alters, vom einfachen Mann, der sich im Protagonisten wiedererkennen kann, bis hin zum fünfzigjährigen Bohemien aus der Mittelschicht, der das FIFF regelmäßig besucht.

Ein wirklich gelungener Film, bei dem vor allem die Kameraarbeit hervorzuheben ist. Allein schon wegen der Aufnahmen aus dem Himalaya lohnt es sich, bei einer der nächsten Vorführungen vorbeizuschauen, bei denen zudem der Filmemacher selbst anwesend sein wird. Dieser ist gerade dabei, mit seinem Film um die Welt zu reisen, und das ist zweifellos verdient. Wer auf der Suche nach Reisen und Lebensweisheiten ist, tut gut daran, sich diesen „Spaziergang mit dem Wind“ anzusehen.

Schreiben Sie dem Autor : jonas.follonier@leregardlibre.com

Bildnachweis: © Walking with the wind

Jonas Follonier
Jonas Follonier

Jonas Follonier ist Chefredakteur von «L’Agefi» und Essayist sowie Gründer und Vorsitzender von «Regard Libre».

Einen Kommentar hinterlassen